Wenn der Widerspruch versäumt wird: Der Vollstreckungsbescheid

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Wer es versäumt, innerhalb der zwei Wochen Widerspruch einzulgen, bekommt wieder Post vom Amtsgericht. Diesmal in Form des Vollstreckungsbescheids.

Auch die Ausstellung eines Vollstreckungsbescheids durch das Amtsgericht erfolgt unabhängig davon, ob der geltend gemachte Anspruch tatsächlich besteht.
Halten Sie die gegen Sie geltend gemachte Forderung weiterhin für unbegründet, wird Ihnen als zweite und letzte Chance die Möglichkeit eingeräumt, Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einzulegen. Auch für den Einspruch werden in der Regel dem Vollstreckungsbescheid Formulare beigefügt.

Wenn Sie es auch noch versäumen, Einspruch innerhalb von zwei Wochen einzulegen, wird der Vollstreckungsbescheid rechtskräftig und hat die gleiche Wirkung wie ein Urteil. Das Vollstreckungsverfahren kann dann vom Gläubiger für einen Zeitraum von 30 Jahren eingeleitet werden.

Aber selbst wenn Sie gegen den Vollstreckungsbescheid Einspruch einlegen, kann der Gläubiger aus diesem Vollstreckungsbescheid die Zwangsvollstreckung betreiben. Sie haben jedoch die Möglichkeit, eine einstweilige Anordnung zur Einstellung der Zwangsvollstreckung bei Gericht zu stellen.
Bei einem Einspruch kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, in dem über die Rechtmäßigkeit der erhobenen Forderung entschieden wird.

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Seite  1:  Der Mahnbescheid - Worum es geht
Seite  2:  Für den Gläubiger: Wie beantrage ich einen Mahnbescheid?
Seite  3:  Für den Schuldner: Wie wehrt man sich gegen einen Mahnbescheid?
Seite  4:  Wenn der Widerspruch versäumt wird: Der Vollstreckungsbescheid
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