Der Mahnbescheid

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Für den Schuldner: Wie wehrt man sich gegen einen Mahnbescheid?

Flattert Ihnen der Mahnbescheid ins Haus, wäre es eine schlechte Idee, die Post einfach nicht zu öffnen. Sie haben stattdessen drei Reaktionsmöglichkeiten:

  1. Wenn Sie die Forderung in voller Höhe für berechtigt halten, bezahlen Sie diesen Betrag so schnell wie möglich. Ansonsten kommt der Vollstreckungsbescheid .

  2. Wenn Sie die Forderung in voller Höhe für unberechtigt halten, sollten Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen Widerspruch einlegen. Die hierfür notwendigen Formulare werden Ihnen durch das Gericht gleich mitgeschickt. Diese Formulare sind dann dem Gericht zuzuschicken, das den Mahnbescheid ausgestellt hat. Nicht ausreichend ist es, wenn Sie den Widerspruch dem Gläubiger gegenüber erklären.
    Haben Sie schuldlos die zweiwöchige Frist versäumt, besteht für Sie die Möglichkeit, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu beantragen. Keinesfalls sollten Sie jedoch nur um Zeit zu gewinnen Widerspruch einlegen. Denn wenn Sie dem Mahnbescheid widersprechen, wird der Gläubiger in aller Regel ein gerichtliches Klageverfahren einleiten, um seine Forderung weiterzuverfolgen. Für die dadurch entstehenden Kosten müssen Sie letztendlich aufkommen, wenn sich die Forderung als berechtigt erweist.

  3. Es gibt für Sie auch die Möglichkeit, den sogenannten Teilwiderspruch einzulegen. Dies empfiehlt sich, wenn Sie zwar grundsätzlich das Bestehen der Forderung anerkennen, jedoch nicht in der geltend gemachten Höhe. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie nicht den vollen Rechnungsbetrag bezahlen wollen, da die Ihnen verkaufte Sache mangelhaft war.

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Seite  1:  Der Mahnbescheid - Worum es geht
Seite  2:  Für den Gläubiger: Wie beantrage ich einen Mahnbescheid?
Seite  3:  Für den Schuldner: Wie wehrt man sich gegen einen Mahnbescheid?
Seite  4:  Wenn der Widerspruch versäumt wird: Der Vollstreckungsbescheid
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