364.854
Registrierte
Nutzer
 www.123recht.net » Nachrichten » Allgemein » Dennis vermutlich von Serientäter ermordet

Dennis vermutlich von Serientäter ermordet

AFP VOM 22.11.2001 | Nachrichten - Aktuelles | 3971 Aufrufe
Mehr zum Thema:

Dennis, Mord, Serientäter

- Sonderkommission "Dennis" veröffentlicht Täterprofil

Der neunjährige Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck ist nach Einschätzung der Polizei im September von einem Serientäter ermordet worden. Die Sonderkommission "Dennis" teilte bei der Veröffentlichung eines Täterprofils in Osterholz mit, dass weitere zwölf Fälle von Kindesmissbrauch in Schullandheimen und einer Jugendherberge zwischen Bremen und Cuxhaven seit 1992 "mit hoher Wahrscheinlichkeit" mit dem Mord an dem neunjährigen Jungen in Verbindung gebracht werden können. Aufgrund zahlreicher Zeugenaussagen habe die 40 Beamte umfassende Sonderkommission jetzt ein Täterprofil erstellt.

Danach könne davon ausgegangen werden, dass der Mörder zwischen 1,80 und zwei Meter groß ist, Ende 20 bis 50 Jahre alt ist, aus "allen Schichten" der Bevölkerung stammen und durchaus sozial angepasst leben könnte. Es sei möglich, dass er selber Kinder hat.

Dennis war am 5. September aus dem Schullandheim Wulsbüttel im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven verschwunden. Seine Leiche war 14 Tage später 40 Kilometer vom Heim entfernt bei Hepstedt gefunden worden. Seither hat die Polizei eigenen Angaben zufolge fast 1000 Spuren verfolgt. Einen konkreten Tatverdacht gebe es nicht.

Zusätzlich zu den zwölf Fällen von Kindesmissbrauch schließt die Polizei auch nicht aus, dass der vermutete Serientäter für den Mißbrauch von Jungen in Zeltlagern im Kreis Cuxhaven und Selker Noor bei Schleswig sowie in Einfamilienhäusern in Bremen verantwortlich ist. Parallelen, aber auch gewisse Unterschiede in der Art des Vorgehens, bestünden zu drei Tötungsdelikten an der dänischen Grenze, in den Niederlanden und in Zeven. In allen drei Fällen sind Jungen ermordet worden.

In den Missbrauchsfällen, bei denen die Opfer nicht getötet wurden, hat der mutmaßliche Täter laut Polizei keine physische Gewalt angewendet. Die Kinder seien vorsichtig geweckt worden oder seien durch das Streicheln des Mannes von allein aufgewacht. Der Mann spreche mit seinen Opfern leise und versuche, die Kinder für seine Absichten zu gewinnen. Häufig sei auch der Versuch beobachtet worden, die Opfer aus dem Zimmer zu locken, um dann an weniger beobachteten Stellen sexuelle Handlungen vornehmen zu können. Werde der Täter gestört oder spüre er bei den Kindern Widerstand, lasse er von seinen Opfern ab.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2001



123recht.net ist Rechtspartner von:

364854
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

109986
beantwortete Fragen
14
Anwälte jetzt
online
Rechtsanwalt
Martin P. Freisler
Mainz
Fachanwalt Medizinrecht, Insolvenzrecht, Fachanwalt Versicherungsrecht, Sozialrecht, Miet und Pachtrecht
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Die Sorgerechtsreform ist am 19.05.2013 in Kraft getreten. Väter nicht-ehelicher Kinder haben ein Recht auf das gemeinsame Sorgerecht. Richtig so?