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Den Haag verurteilt USA im Fall LaGrand
AFP VOM 27.6.2001 | Nachrichten - International | 14415 Aufrufe Mehr zum Thema:LaGrand, Hinrichtung
- IGH: Vereinigten Staaten haben gegen Wiener Konvention verstoßen
Die Vereinigten Staaten haben bei der Hinrichtung der deutschen Brüder Karl und Walter LaGrand 1999 gegen die Wiener Konvention verstoßen. Das urteilte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Die Bundesregierung wirft den USA vor, dass den Brüdern nicht mitgeteilt wurde, dass ihnen Rechtsbeistand durch das Konsulat zugestanden hatte. Das Todesurteil war trotz einer IGH-Eilverfügung vollstreckt worden.
Die LaGrands waren 1984 des Mordes an einem Bankgeschäftsführer schuldig befunden worden. Sie wurden 1999 hingerichtet. Die deutschen Behörden erfuhren erst 1992 von dem Fall, als alle juristischen Schritte bereits ausgeschöpft waren. Das Todesurteil wurde trotz einer IGH-Eilverfügung vollstreckt. Die Vereinigten Staaten haben eine Verletzung der Wiener Konvention eingeräumt.
© AFP Agence France-Presse GmbH 2001
Seiten in diesem Artikel: Seite 1: Den Haag verurteilt USA im Fall LaGrandSeite 2: Wiener Konvention sichert Häftlingen elementare Verfahrensrechte zuSeite 3: Bundesregierung NULLhochzufriedenNULL mit Entscheidung zu LaGrand-BrüdernSeite 4: Neue Hoffnung für deutsche Todeskandidaten in den USASeite 5: US-Senator Helms kritisiert Haager Urteil zu La-Grand-Brüdern
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