Der Ablauf der Verbaucherinsolvenz

Mehr zum Thema:

Insolvenzrecht Rubrik, Insolvenzordnung, Restschuldbefreiung, Verbraucherinsolvenz, Insolvenzverfahren

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Grundsätzlich verläuft das Verbraucherinsolvenzverfahren in drei Stufen:

  • Der Schuldner muss eine außergerichtliche Einigung mit seinen Gläubigern anstreben. Unterstützt wird er dabei von einer Schuldnerberatungsstelle, einem Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater oder einer vergleichbar geeigneten Person.
  • Erfolgt keine Einigung, folgt das gerichtliche Insolvenzverfahren. Das Gericht wird dann erneut versuchen, auf der Grundlage eines vom Schuldner vorgelegten Schuldenbereinigungsplans eine Einigung zwischen Gläubigern und Schuldnern herbeizuführen. Die Zustimmung der Gläubiger kann in Einzelfällen sogar unerheblich sein, wenn das Gericht den Plan des Schuldners befürwortet.
  • Scheitert aber auch der Schuldenbereinigungsplan oder erscheint die Durchführung des gerichtlichen Schuldenbereinigungsplanverfahrens von vornherein als aussichtslos, wird ein vereinfachtes Insolvenzverfahren durchgeführt: Wenn der Schuldner anschließend noch sechs Jahre lang seine Gläubiger bestmöglich befriedigt, wird er von seinen restlichen Verbindlichkeiten befreit.

12
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Das Verfahren der Verbraucherinsolvenz seit 2001
Seite  2:  Der Ablauf der Verbaucherinsolvenz
Diskutieren Sie diesen Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Insolvenzrecht Die Insolvenzordnung vom Januar 1999