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Das Imperium schlägt zurück

20.3.2003 | Editorial - Der Rechthaber | 8280 Aufrufe
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Völkerrecht

Schon in der Kindheit von Darth Vader ließ sich sein späterer Werdegang erahnen. So zeigte er in einem vertraulichen Gespräch mit seiner Jugendliebe erstmals sein wahres Gesicht: Er erklärte das Völkerrecht für gescheitert, da seiner Meinung nach im Senat der Republik nur geredet und lamentiert wurde. Debatten ohne Ergebnis, ohne Sinn, ohne Durchsetzungskraft. Darth Vader war der Meinung, dass Frieden zwischen den Völkern nur gewährleistet werden könne, wenn sich eine Macht über die anderen stellen, wenn eine Macht eigenmächtig und kompromisslos handeln würde. Natürlich hielt Darth Vader sich damals schon für geeignet, diese schwere Bürde auf sich zu nehmen. Immerhin wusste er allein, was Recht und Unrecht war. Er allein kannte den Unterschied zwischen Gut und Böse.

Lange nach seiner Machtergreifung und den einen oder anderen Krieg später nahm Darth Vader diesen einst gesponnenen Faden wieder auf: Seinem Sohn Luke Skywalker schlug er vor, zusammen mit ihm über die Galaxis zu herrschen, um mit dieser geballten Kraft den Völkern endlich Frieden zu bringen und zu sichern. Er selbst und sein Sohn seien aufgrund ihrer Stärke legitimiert, der Welt ihre Vorstellung von Frieden aufzuzwingen.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Luke Skywalker widersteht den lockenden Sirenen vom Todesstern und nimmt den Kampf gegen seinen Vater auf. Zu guter Letzt siegt natürlich das Gute, die bösen Schergen werden gestürzt und alle sind glücklich. Die Weltordnung ist wieder im Gleichgewicht, man redet miteinander und freut sich des Lebens. Klassischer Fall von Happy Ending. Schließlich handelt es sich ja nur um einen Film. Nicht um die Realität.

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