Das Erziehungsgeld

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Erziehungsgeld nach der alten Regelung für Kinder mit Geburtsjahr vor 2001

Das Ihnen zustehende Erziehungsgeld kann gleichermaßen von Männern und Frauen bezogen werden. Erziehungsgeld bekommt aber immer nur ein Elternteil, wobei im Zweifel die Mutter antragsberechtigt ist. Bei dem Bezug des Erziehungsgeldes können Sie und der andere Elternteil sich abwechseln.

  • Voraussetzungen für den Bezug von Erziehungsgeld

    Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Anspruch für Sie auf Erziehungsgeld zu begründen:

    • Ihr Wohnort muss sich im Geltungsbereich des Bundeserziehungsgeldgesetzes befinden, d.h. Sie müssen in Deutschland wohnen.
    • Sie müssen das Kind selbst betreuen und erziehen.
    • Sie dürfen nur einer Teilzeitbeschäftigung von nicht mehr als 19 Wochenstunden nachgehen.
    • Wenn Sie ein ausländischer Antragssteller sind, müssen Sie im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung sein.
    • Sie müssen das Sorgerecht für das Kind haben. Adoptiveltern, Pflegeeltern, Stiefeltern und nahe Verwandte können ebenfalls anspruchsberechtigt sein. Väter ohne Sorgerecht ( z.B. geschiedene Väter oder Väter von nichtehelichen Kindern ) können Erziehungsgeld beziehen, wenn die Mutter zustimmt.

  • Antrag auf Erziehungsgeld

    Um Erziehungsgeld zu bekommen, müssen Sie dieses bei der zuständigen Stelle beantragen. Da die Zuständigkeit in jedem Bundesland unterschiedlich ist, sollten Sie beim Jugendamt nachfragen, welche Behörde Sie für den Erhalt von Erziehungsgeld kontaktieren müssen.Der Antrag wirkt höchstens sechs Monate zurück und kann jeweils nur für ein Lebensjahr gestellt werden. Diesem ist die Geburtsurkunde und eine Arbeitgeberbescheinigung beizufügen.

  • Höhe und Dauer des Erziehungsgeldes

    Das Erziehungsgeld wird für die ersten beiden Lebensjahre Ihres Kindes gezahlt und beträgt maximal 306 Euro pro Monat. Es entfällt, wenn Sie als Ehepaar mehr als 51 130 Euro Jahreseinkommen haben. Sind Sie hingegen alleinerziehend, so ist die Grenze bei 38 350 Euro festgelegt. Diese Einkommensgrenzen verändern sich nach dem siebten Lebensmonat Ihres Kindes und werden geringer!

  • Was noch wichtig ist

    • Erziehungsgeld kann es auch für Arbeitslose geben. Dies ist allerdings dann ausgeschlossen, wenn diese Arbeitslosengeld beziehen.
    • Bei erwerbstätigen Müttern wird das Mutterschaftsgeld auf das Erziehungsgeld angerechnet.
    • Erziehungsgeld wird auch gewährt, wenn der Anspruchssteller Sozialleistungen wie Wohngeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe bezieht.
    • Das Erziehungsgeld ist steuer- und pfändungsfrei.

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