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Darf der Reiseveranstalter Nachzahlung verlangen?

7.1.2014 Thema abonnieren Zum Thema: Reiseveranstalter
 Von 
taurus28071
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Darf der Reiseveranstalter Nachzahlung verlangen?

Ich habe ein Feriendomizil für ca. 700€ gebucht, bereits Bestätigung gekriegt und die Anzahlung geleistet.

Jetzt meint der Veranstalter (nach einer Woche), der Preis sei fehlerhaft angegeben gewesen und verlangt eine Nachzahlung von satten 3.500€ !!! an oder bietet einen kostenlosen Rücktritt an. Neuer Preis auf der Seite ist tatsächlich 4.200€.

Ich möchte weder zurücktreten noch nachzahlen. Im AGB steht darüber kein Wort. Laut AGB gilt niederländisches Recht.

Kann ich einfach auf Erfüllung bestehen oder eine geringere Nachzahlung, sagen wir 500€ rechtlich durchsetzen?

EDIT: gebucht über e-domizil (Vermittler), Bestätigung und Anzahlung an Belvilla (Veranstalter?). Nachzahlung verlangt Belvilla.

Der Preis kam mir schon niedrig vor, aber nicht unrealistisch. Es gab (gibt es immer noch) einige Angebote, die noch niedriger waren, halt etwas einfacher gestaltet. Für die zweite Woche habe ich z.B. ein Haus für 950€ gebucht, das noch größer ist, nur halt ohne Pool wie das erste.

-- Editiert taurus28071 am 07.01.2014 12:40

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Senior-Partner
(6895 Beiträge, 2891x hilfreich)

Nach deutschem Recht ist eine Anfechtung wg. Irrtum möglich. Durchsetzen kann man bei Ausland und unbestätigtem Vertrag über Vermittler ohnehin nichts.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#2
 Von 
taurus28071
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

to Mr.Cool:

Danke für Ihre Antwort!

Vertrag ist definitiv zustande gekommen. Das ist klar.
Und Veranstalter ist kein Vermittler. Das ist mein Vertragspartner. Einen anderen habe ich nicht.

Anfechten ja. Kann man. Haben sie ja eigentlich schon durch ihren Anruf.

Nur das doofe ist, diese Woche liegt im Hochsaison und die andere Woche im Nebensaison. Ich habe schon für beide Wochen Häuser gebucht.

Hätte ich gewusst, dass dieser Vertrag platzt, hätte ich mein zweites Haus lieber für die erste Woche gebucht (Preis gleich) und das andere Haus, das infrage kam und noch verfügbar ist, für die zweite Woche (krasser Unterschied im Preis).

Zwei andere Häuser, die für mir preislich attraktiv waren, sind jetzt auch weg.

Also ich kann definitiv behaupten, dass mir durch ungeschicktes Handeln des Veranstalters ein Schaden entsteht.

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#3
 Von 
little-beagle
Status:
Lehrling
(1491 Beiträge, 832x hilfreich)

behaupten kann man viel. Kannst Du es auch BEWEISEN?

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#4
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Junior-Partner
(5442 Beiträge, 2972x hilfreich)

Hallo,

stellt sich hier auch die Frage aufgrund des doch enormen Preisunterschiedes, hättest du daher direkt von einem Irrtum ausgehen müssen!? Wenn man dies bejaen kann, dann wäre auch ein Schadenersatzanspruch deinerseits nicht gegeben. Ehrlich gesagt denke ich schon, dass man hier annehmen kann, dass du irgendwie wissen musstest, dass bei dem Preis was nicht stimmen kann...

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#5
 Von 
taurus28071
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Das ist so ne Sache...
Angebote gibt es von 650 bis 12.000 und die unterscheiden sich natürlich von der Quali. Hier kann man was vermuten.
Aber wie gesagt für ein größeres Haus und auch mit tollen Bildern habe ich 950 bezahlt.

EDIT:
Hab mir grad gedacht, vlt. ist das auch ein Fehler?
Soll ich da jetzt anrufen und Stress machen?

EDIT 2:
Vater hat gerade geschrieben, er hat die Flügtickets geholt (kommt aus Russland nach Kroatien). Sagt, waren nicht teuer. Freut sich, der Naive :(

-- Editiert taurus28071 am 09.01.2014 13:52

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