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Cybersquatting - WIPO vermeldet Klagenanstieg

16.2.2006 | Nachrichten - International | 3715 Aufrufe
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Domain, Cybersquatting, Grabbing, UDRP

(domain-recht.de) Domain-Grabber geraten verstärkt ins Visier der durch sie inihren Rechten Verletzten: Immer häufiger wird auf das UDRP-Verfahren (Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy) vorder Genfer WIPO, der internationalen Behörde zum Schutz geistigen Eigentums, zurückgegriffen - und das nicht ohne Erfolg!

Die World Intellectual Property Organisation (WIPO) gab, alseines der von ICANN akkreditierten Streitbeilegungsgerichte,bekannt, dass im Jahr 2005 knapp 20 Prozent mehr UDRP-Verfahrenangestrengt wurden als noch im Vorjahr 2004. Ganze 1.456 Verfahren, 280 Fälle mehr als im Vorjahr, reichten Betroffene in2005 bei Gericht ein, was die bisher höchste Zahl seit Aufnahmeder Streitbeilegungsgerichtsbarkeit in 2001 darstellt.

Insgesamt wurden seit Einführung des UDRP-Verfahrens im Jahre1999 schon über 8.350 Fälle vor der WIPO verhandelt, in denenes um über 16.000 Domain-Namen ging. Die Antragssteller kamenaus 127 verschiedenen Ländern. Aktuelle Entscheidungen machenerneut deutlich, dass den Betroffenen in den allermeisten Fällen auch wirklich zu ihrem Recht verholfen wird.

Unternehmen wie Otto, Audi, Bayer AG, Apple, DaimlerChrysler AGund viele andere haben erst jüngst alle eingeklagten Domainszugesprochen bekommen. Auch Personen, die im öffentlichen Lebenstehen, setzen sich immer häufiger zu Wehr und bekommen dieDomain-Namen übertragen. Doch nicht immer sind die Anfechtungender Kläger gerechtfertigt beziehungsweise erfolgreich: So mussteder Inhaber von skyp.com, Benjamin Decraene, seine Domain nichtan skype.com abgeben. Ihm konnte nicht die - erforderliche - böseAbsicht nachgewiesen werden, da er bereits seit dem Jahr 2002Inhaber der Domain ist, also lange bevor skype.com online ging.Der Inhaber wies im Streitbeilegungsverfahren sogar darauf hin,er sei von Skype als Werbepartner akkreditiert gewesen. Decraenenutzte das Affiliate-Programm von skype.com: er blendete aufskyp.com Werbung für skype.com ein und leitete den Trafficweiter. Weil skype.com ihm dies zugestanden und auch selbereinen Nutzen davon hatte, konnte man ihm keine böse Absichtunterstellen.

Autor und weitere Infos: domain-recht.de

Quelle: sedo.de, wipo.int



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