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Continental muss Entlassenen in Frankreich Entschädigung zahlen

AFP VOM 30.8.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1373 Aufrufe
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Urteil: Reifenhersteller entließ ohne ernsthafte Gründe

Der deutsche Reifenhersteller Continental muss 29 ehemaligen Beschäftigten in Frankreich eine Entschädigung zahlen. Der Hersteller habe die Mitarbeiter im vergangenen Jahr entlassen, ohne dass es "echte und ernsthafte Gründe" dafür gegeben habe, urteilte das Arbeitsgericht in Rambouillet bei Paris am Montag nach Angaben des Anwaltes der Entlassenen, David Métin. Ihnen stehe daher Schadenersatz in Höhe des Gehalt von zwischen sechs Monaten und einem Jahr zu.

Continental hatte zwischen Mai und September vergangenen Jahres im Rahmen eines Sparplans 38 Beschäftigte des Werks Rambouillet entlassen, die zum Teil schon seit 29 Jahren für das Unternehmen gearbeitet hatten. Sie hatten auf Entschädigungen in Höhe von bis zu fünf Jahresgehältern geklagt. Insgesamt fallen in dem Werk 382 Stellen weg.

Continental habe sich nach Einschätzung der Richter nicht bemüht, die Arbeiter innerhalb des Unternehmens weiterzubeschäftigen, sagte der Anwalt. Die Klage neun weiterer Beschäftigter sei abgewiesen worden; das Gericht habe befunden, dass sie freiwillig gegangen seien. Er werde dieses Urteil anfechten, kündigte Métin an. Gegen die Schließung eines Continental-Werks im nordfranzösischen Clairoix hatte es vergangenes Jahr massive Proteste gegeben.

30. August 2010 - 14.45 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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