Die CSU dringt in der Koalition auf schärferes Durchgreifen gegen jugendliche Kriminelle. Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren müssten generell wie Erwachsene und nicht wie Jugendliche bestraft werden, forderte der CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer in der "Berliner Zeitung". Weitere Forderungen seien die Anhebung der Höchststrafe für Schwerverbrechen, ein Warnschussarrest, ein Fahrverbot und eine wesentlich vereinfachte Abschiebemöglichkeit, weil ein unverhältnismäßig hoher Anteil an Straftaten von jugendlichen Ausländern begangen werde.
Die CSU werde diese Forderungen beim Treffen der Koalitionsspitzen am Abend auf den Tisch legen, kündigte Ramsauer an. Er erinnerte daran, dass das Thema Jugendkriminalität Anfang des Jahres, nach dem brutalen Angriff Jugendlicher auf einen Rentner in der Münchener U-Bahn, hohe Wellen geschlagen habe. Seither sei aber nichts geschehen. "Ich kann es nicht hinnehmen, wenn in der Politik Themen hochgeputscht werden, wie es die Zocker im day-trading an der Börse tun, und dann passiert nichts."
Simone Hiesgen, Hattingen beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Familienrecht, Erbrecht, Zwangsvollstreckungsrecht und hat Interessensschwerpunkte: Internationales Privatrecht.