Bundesregierung fordert Iran zur Freilassung von Anwältin auf
AFP VOM 10.11.2010 | Nachrichten - Allgemein | 820 Aufrufe Mehr zum Thema:Iran, Freilassung
Sotudeh wegen "Propaganda" und "versuchtem Angriff auf die nationale Sicherheit" festgenommen
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, hat vom Iran die Freilassung der in einen Hungerstreik getretenen Anwältin Nasrin Sotudeh gefordert. "Ihre Verhaftung ist Teil eines seit Monaten zu beobachtenden systematischen Vorgehens gegen Menschenrechtsverteidiger im Iran", erklärte Löning am Mittwoch in Berlin. "Mit großer Sorge" verfolge er die Nachrichten über die Verschlechterung des Gesundheitszustands von Sotudeh. Der Iran sei aufgerufen, "endlich die selbst eingegangenen völkerrechtlichen Verpflichtungen zum Schutz der bürgerlichen und politischen Rechte einzuhalten".
Sotudeh war Anfang September nach Angaben ihres Anwalts wegen "Propaganda" und "versuchtem Angriff auf die nationale Sicherheit" festgenommen worden. Die Anwältin vertrat minderjährige Straftäter in Todeszellen und Oppositionelle, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2009 festgenommen wurden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befindet sich Sotudeh seit dem 31. Oktober im Hungerstreik, um gegen ihre Inhaftierung und die Haftbedingungen zu protestieren.
10.11.2010 - 17:31 Uhr


