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Bundeskartellamt nimmt Preise für Heizstrom unter die Lupe

AFP VOM 24.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1628 Aufrufe
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Strompreise

Das Bundeskartellamt nimmt die Preise für Heizstrom unter die Lupe. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, hat sie ein Missbrauchsverfahren bei den Strompreisen für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen eingeleitet. Es geht um Strom, der zu besonderen Tarifen überwiegend nachts für diese Heizungen und Pumpen geliefert wird. In diesem Sektor gebe es so gut wie keine alternativen Anbieter und damit für die Verbraucher auch keine Möglichkeiten zum Wechseln oder Ausweichen.

Auf dem Markt für Heizstrom liegt der jährliche Verbrauch durch private Endverbraucher - in Abhängigkeit von den Außentemperaturen - laut Kartellamt bei etwa 20 Milliarden Kilowattstunden. Es werden demnach circa vier Prozent aller Wohnungen in Deutschland mit Strom beheizt - in absoluten Zahlen entspricht das etwa zwei Millionen Wohnungen. Nachtspeicherheizungen gelten vom Energieverbrauch her als vergleichsweise ineffizient.

Die Unternehmen, die das Kartellamt überprüft, beliefern rund 1,2 Millionen Kunden. Dabei wurden auch preisgünstige Anbieter, die als Vergleichsunternehmen herangezogen werden können, von der Behörde angeschrieben. Die betroffenen Unternehmen befinden sich überwiegend im Süden und Westen, da hier Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen stärker verbreitet sind.

Die Verfahren würden auf Basis des sogenannten Vergleichsmarktkonzepts geführt, erläuterte die Behörde: Dabei werden die Preise oder Erlöse der verschiedenen Heizstromversorger verglichen. Die Behörde prüft damit nicht die Preiserhöhungen einzelner Versorger, sondern deren Preisniveau im Verhältnis zu anderen günstigen Vergleichsunternehmen. Es handle sich um komplexe Untersuchungen, daher sei mit ersten Ergebnissen frühestens im Frühjahr 2010 zu rechnen.

24. September 2009 - 14.34 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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