Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen Tamilen-Rebellen an
AFP VOM 7.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 916 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror
Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der srilankischen Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam wegen Terrorismusverdachts vor dem Landgericht Düsseldorf angeklagt. Der 35-jährige Deutsche Agilan W. soll Spendenkampagnen betrieben und Waffen und Ausrüstung für den Kampf der Gruppe in Sri Lanka beschafft haben, wie die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte. Der Wert der alleine zwischen März 2004 und Dezember 2007 beschafften Gegenstände habe mehr als 370.000 Euro betragen. Der Verdächtige war von Madagaskar ausgeliefert worden.
Die Befreiungstiger von Tamil Eelam verfolgen laut Bundesanwaltschaft seit ihrer Entstehung 1976 das Ziel, den überwiegend von Tamilen besiedelten Nord- und Ostteil Sri Lankas vom singhalesisch geprägten Rest des Inselstaates loszulösen. Zu diesem Zweck bekämpfte sie demnach bis zu ihrer militärischen Zerschlagung im Frühjahr 2009 srilankische Regierungstruppen mit militärischen Kommandoaktionen und verübte zugleich Anschläge auf zivile Ziele.
Der Angeschuldigte soll zudem bis Mai 2009 der deutschen "Auslandsfiliale" der Terrorgruppe angehört haben, deren Zentrale unter der Bezeichnung Tamil Coordination Commitee (TCC) in Oberhausen ihren Sitz hatte.
07.02.2011 - 16:31 Uhr


