Bundesanwaltschaft erhebt Anklage wegen Agententätigkeit für China
AFP VOM 31.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1111 Aufrufe Mehr zum Thema:Spionage
Deutscher soll Falun-Gong-Bewegung ausspioniert haben
Wegen mutmaßlicher Spionage für China hat die Bundesanwaltschaft einen Deutschen vor dem Oberlandesgericht Celle angeklagt. Der 54-jährige Dr. John Z. soll für einen chinesischen Nachrichtendienst die deutsche Sektion der Falun-Gong-Bewegung ausspioniert haben, wie die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte.
Die Falun-Gong-Bewegung ist eine Anfang der 90er Jahre in China entstandene spirituelle Bewegung. Anfangs unpolitisch, kritisiert sie seit 1999 auch die chinesische Staatsführung und wird in China entsprechend verfolgt.
Z. soll die deutsche Sektion dieser Bewegung zunächst mit gegründet und später ausspioniert haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, interne E-Mails und persönliche Daten von Mitgliedern nach China weitergereicht zu haben. Dem chinesischen Nachrichtendienst soll er auch den Zugang zu Online-Konferenzen ermöglicht haben, in denen auch die Strategie der Bewegung erörtert wurde.
31.01.2011 - 15:31 Uhr


