Die Hoffnungen Bulgariens und Rumäniens auf einen raschen Schengen-Beitritt zerschlagen sich offenbar erneut. Ein für Februar angekündigter Bericht der EU-Kommission zu den Fortschritten der beiden osteuropäischen EU-Länder im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität falle ungünstig für Bulgarien aus, wie die Nachrichtenagentur AFP am Rande eines informellen Treffens der EU-Innenminister am Donnerstag in Kopenhagen erfuhr. In der Frage des Schengen-Beitritts werden die beiden Nachbarländer als Paket behandelt - eins wird nicht ohne das andere aufgenommen.
Die Niederlande blockieren den Beitritt der beiden Länder zum Schengen-Raum, da die Regierung in Den Haag etwa aufgrund von Korruption eine unzureichende Kontrolle der Schengen-Außengrenzen befürchtet. Innerhalb des Schengen-Raums gibt es für Reisende keine Passkontrollen an den Grenzen, eine Aufnahme muss von den EU-Ländern einstimmig beschlossen werden.
Im Dezember hatten die EU-Länder eine Entscheidung über einen Beitritt Rumäniens und Bulgariens auf März verschoben, um den Bericht der EU-Kommission abzuwarten. Deutschland schlägt vor, den beiden Ländern zunächst durch eine Öffnung der See- und Luftgrenzen entgegenzukommen.
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26.01.2012 - 17:00 Uhr
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