Britney Spears erringt Sieg im Sorgerechtsstreit um Kinder Seite 1 - AFP vom 07.05.2008
Spears nach Verlassen des Gerichts (AFP)
Britney Spears erringt Sieg im Sorgerechtsstreit um Kinder
Gericht weitet Besuchsrecht der Sängerin für Söhne aus
Im Sorgerechtsstreit um ihre beiden Söhne hat US-Sängerin Britney Spears einen kleinen Sieg verbucht: Ein Gericht in Los Angeles räumte ihr mehr Zeit mit ihren beiden Kindern Sean Preston und Jayden James ein. Der zuständige Richter Scott Gordon habe der 26-jährigen Sängerin das Recht auf zusätzliche Besuche beim Nachwuchs zugestanden, sagte der Anwalt ihres Ex-Mannes Kevin Federline.
Scott hatte Spears Ende September 2007 das Sorgerecht für ihre Söhne entzogen und Federline zugesprochen, weil sie gerichtliche Auflagen für Drogentests nicht erfüllt hatte. "Wir sind glücklich über den Fortschritt, der stattzufinden scheint", sagte Federlines Anwalt, Mark Vincent Kaplan, mit Blick auf Spears aktuelles Verhalten in der Öffentlichkeit. Sie sei ruhiger geworden und habe keine Skandale mehr provoziert. Federline wolle, dass beide Eltern künftig aktiv am Leben der Kinder teilnehmen.
Über den Umfang von Spears neuem Besuchsrecht wurde zunächst nichts bekannt. Die Internetseite TMZ.com berichtete von drei Besuchstagen pro Woche, bei denen der Popstar seine ein und zwei Jahre alten Kinder aber nur unter Aufsicht sehen dürfte. Das Gericht wertete die Ergebnisse eines neuen psychiatrischen Gutachtens von Spears aus. An der Anhörung nahmen auch Federline und die Eltern der Sängerin teil.
Nach zwei Aufenthalten in Kliniken und Spekulationen über psychische Probleme scheint Spears nach Ansicht von Beobachtern ihr Leben wieder in den Griff bekommen zu haben. Anfang Januar wurde ihr noch das Besuchsrecht für ihre Kinder vollständig entzogen, nachdem sie ihre Söhne nach einem Treffen nicht herausgeben wollte und daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Vor Gericht erschien sie am Dienstag zurückhaltend in braun gekleidet und schwieg vor den wartenden Journalisten.
Spears gehörte von 2000 bis 2005 zu den bestbezahlten Sängerinnen der Welt. Ihre Karriere geht seither stetig bergab. Seit Februar steht die Sängerin zudem unter der Vormundschaft ihres Vaters.