Britisches Gericht stoppt Abkommen zwischen BP und Rosneft
AFP VOM 2.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 756 Aufrufe Mehr zum Thema:BP, Beteiligung
Nach Klage von Aktionären soll Schiedsverfahren entscheiden
Ein Londoner Gericht hat ein Abkommen zwischen dem britischen Energiekonzern BP und seinem russischen Konkurrenten Rosneft vorläufig blockiert. Das Gericht gab am Dienstag einer vergangenen Monat eingereichten Klage von Aktionären des Ölproduzenten TNK-BP statt und erließ eine einstweilige Verfügung gegen BP. Nach Angaben von BP soll nun in einem Schiedsverfahren über die Streitfrage entschieden werden. TNK-BP gehört zur Hälfte BP und zur anderem Hälfte einem russischen Aktionärskonsortium.
Der BP-Chef für Russland, David Peattie, begrüßte die Entscheidung des Gerichts und sagte, seine Firma habe schon immer ein Schiedsverfahren gefordert. Mit der Verhängung der einstweiligen Verfügung ist jeder weitere Fortschritt bei dem Abkommen, das dem britischen Ölriesen den Zugriff auf Fördermöglichkeiten in der Arktis sichern soll, bis zum 25. Februar oder dem Ende des Schiedsverfahrens blockiert.
Das Mitte Januar von Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin bekannt gegebene Abkommen sieht vor, dass beide Firmen ein Gebiet auf dem russischen Teil der arktischen Kontinentalplatte erkunden und ausbeuten, für das Rosneft die nötigen Förderlizenzen im Oktober 2010 erhielt. Das Areal liegt in der südlichen Karasee und ist etwa 125.000 Quadratkilometer groß. Dort werden fünf Milliarden Tonnen Rohöl und 3000 Milliarden Kubikmeter Gas vermutet.
Bei der Überkreuzbeteiligung soll Rosneft fünf Prozent der Stammaktien von BP erhalten, der britische Energieriese etwa 9,5 Prozent der Aktien von Rosneft, wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Die Aktienpakete sind demnach jeweils rund 7,8 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) wert. Beide Unternehmen wollen ihre jeweiligen Anteile am anderen Konzern mit der Vereinbarung aufstocken.
02.02.2011 - 09:00 Uhr


