Britischer Kindermörder wegen Kinderporno-Besitzes erneut verurteilt
AFP VOM 23.7.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 254 Aufrufe Mehr zum Thema:Kindermörder, Kinderpornographie
Täter hatte als Zehnjähriger Kleinkind getötet
Der britische Kindermörder Jon Venables ist wegen des Besitzes von Kinderpornographie erneut zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der heute 27-Jährige, der im Alter von gerade einmal zehn Jahren einen Zweijährigen umbrachte, wurde wegen des Herunterladens und Weiterverbreitens von Kinderpornographie zu zwei Jahren Haft verurteilt, wie ein Gericht in London am Freitag mitteilte. Venables bekannte sich in drei Anklagepunkten schuldig.
Im Jahr 1993 hatte der damals zehnjährige Venables mit seinem gleichaltrigen Gefährten Robert Thompson den kleinen James Bulger aus einem Einkaufszentrum im nordwestenglischen Liverpool entführt. Die brutale Folter des Zweijährigen, den die beiden Zehnjährigen schließlich erschlugen und tot auf Bahngleisen ablegten, löste nicht nur in Großbritannien Entsetzen aus. Die Täter wurden zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt, kamen im Jahr 2001 allerdings auf Bewährung frei und erhielten - zu ihrem eigenen Schutz - geheime Identitäten.
Dem Besitz von Kinderpornographie kam die Polizei nur durch Zufall auf die Spur: Venables selbst rief die Behörden an, aus Furcht enttarnt zu werden. Als sein Bewährungshelfer bei ihm eintraf, löschte Venables gerade Dateien auf seinem Computer und entfernte die Festplatte. Bei einer anschließenden Untersuchung des Computers stießen Polizeibeamte schließlich auf kinderpornographisches Bildmaterial - darunter auch Videos von der Vergewaltigung von Kleinkindern. Beim Schuldgeständnis Venables' vor Gericht, der über eine Video-Verbindung aus dem Gefängnis zugeschaltet wurde, war am Freitag auch die Mutter des getöteten James Bulger zugegen.
23. Juli 2010 - 15.12 Uhr
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