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Brieftauben beliefern brasilianische Häftlinge mit Handys

AFP VOM 31.3.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1077 Aufrufe
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Schmuggel, Brieftauben

Binnen zwei Tagen zwei tierische Schmuggler entdeckt

Um sich Handys in ihre Zellen liefern zu lassen, haben sich Häftlinge eines brasilianischen Gefängnisses einer sehr viel älteren Kommunikationsmethode bedient: Brieftauben. Innerhalb von zwei Tagen fingen Beamte des Gefängnisses von Sorocaba, knapp 100 Kilometer westlich von São Paulo, zwei der tierischen Schmuggler ab, wie die Behörden mitteilten. Statt Briefen trugen die Tiere in Beuteln Handys und Aufladegeräte.

In beiden Fällen entdeckten Wächter die trainierten Vögel noch außerhalb der Gefängnismauern. "Glücklicherweise blieb ihnen keine Zeit mehr, ihre Fracht abzuliefern", sagte eine Sprecherin.

Inhaftierte Mitglieder krimineller Banden wie dem "Roten Kommando" in Rio de Janeiro oder dem "Ersten Hauptstadt-Kommando" in Sao Paulo führen in Brasiliens Gefängnissen oftmals ein wahres Luxusleben. Sie verfügen über ein umfangreiches Netzwerk an Helfern, um sich mit allem Lebensnotwendigen versorgen zu lassen, darunter auch mit Drogen und Waffen. Zu ihren Komplizen gehören nicht selten Anwälte und korrupte Wächter, Brieftauben waren aber bisher nicht darunter.

31. März 2009 - 11.12 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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