Brasilien zieht gegen Radarwarnungen auf Twitter vor Gericht
AFP VOM 7.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 300 Aufrufe Mehr zum Thema:Brasilien, Radarwarnungen, Twitter
Auch Veröffentlichung von Polizeikontrollen soll gestoppt werden
Warnungen vor Radar- und Polizeikontrollen auf dem Internet-Kurznachrichtendienst Twitter sollen nach dem Willen der brasilianischen Behörden künftig verboten sein. Die Regierung des Bundesstaates Goias gab am Dienstag bekannt, sie habe eine Zivilklage eingereicht. Darin verlange sie "die sofortige Suspendierung von Nutzerkonten, die über die Einsatzorte von Radaranlagen informieren, sowie die definitive Schließung von Konten, die Informationen zum Datum, zur Uhrzeit und zum Ort von Polizeikontrollen verbreiten".
In vielen brasilianischen Bundesstaaten gilt inzwischen ein Null-Promille-Regel. Um überraschenden Polizeikontrollen zu entgehen, nutzen viele Fahrer die sozialen Internet-Netzwerke, um Informationen über Kontrollen zu bekommen. Die Bekanntgabe solcher Kontrollen übers Internet sei "eine direkte Bedrohung für das Leben und die Sicherheit der Brasilianer", erklärten die Behörden. In Brasilien sterben jährlich etwa 55.000 Menschen bei Verkehrsunfällen.
07.02.2012 - 18:00 Uhr
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