
Wegen schwerer Verbrechen gegen die muslimische Zivilbevölkerung während des Bosnien-Krieges ist ein früherer bosnisch-serbischer Kämpfer zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das bosnische Staatsgericht sprach den heute 50-jährigen Momir Savic am Freitag für schuldig, an "Verfolgungen, Morden, Inhaftierungen, Vergewaltigungen und anderen unmenschliche Taten gegen die muslimisch-bosnischen Zivilisten" beteiligt gewesen zu sein. Die Verbrechen ereigneten sich demnach im Jahr 1992 in den Städten Visegrad und Rudo im Osten Bosniens.
Im Verlauf des Bosnien-Krieges wurden in den Jahren 1992 bis 1995 etwa 100.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen Menschen vertrieben. Während den Hauptschuldigen für die Kriegsverbrechen während der Balkankriege vor dem UN-Tribunal in Den Haag der Prozess gemacht werden soll, werden die kleineren Fälle vor den Gerichten vor Ort verhandelt.
3. Juli 2009 - 15.18 Uhr
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