Bosbach: Äußerungen von SPD-Fraktionsvize zur Nazizeit "absurd"
AFP VOM 10.2.2002 | Nachrichten - Aktuelle Prozesse | 19623 Aufrufe Mehr zum Thema:NPD, Verbot, Verbotsverfahren, V-Mann
Mit scharfer Kritik hat CDU/CSU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach auf eine Stellungnahme des SPD-Fraktionsvizes Ludwig Stiegler im Streit um das NPD-Verbotsverfahren reagiert. Stiegler habe sich mit seinem Vorwurf, die Vorläuferparteien der Union trügen eine "historische Schuld", 1933 Adolf Hitler an die Macht gebracht zu haben, aus dem Kreis der demokratischen Parteien verabschiedet, sagte Bosbach dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Die Äußerungen Stieglers seien "weit unter der Gürtellinie" und "absurd". Die FDP hatte zuvor den Rücktritt Stieglers gefordert.
Stiegler hatte am Samstag erklärt, die "Mäkeleien von Union und FDP" über das NPD-Verbotsverfahren seien "unbegründet und ärgerlich, aber nicht verwunderlich". Schon bei den Beratungen im Bundestag "mussten sie wie ein fauler Hund zur Jagd getragen werden". Dabei müssten gerade CDU/CSU und FDP, "deren Vorläuferparteien am 23. März 1933 Hitler ermächtigt haben", alle "denkbaren Aktivitäten" auslösen, "wenigstens heute schon den Anfängen zu wehren".
10. Februar 2002 - 18.33 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2002
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