Blutbad nach Scheidungsstreit in Schwalmtal vor Gericht
AFP VOM 17.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 805 Aufrufe Mehr zum Thema:Mord, Scheidungsstreit
71-jähriger Angeklagter kündigt Aussage an
Ein 71-jähriger Rentner, der im Scheidungsstreit seiner Tochter um ein Haus drei Menschen getötet hat, muss sich seit heute vor dem Landgericht Mönchengladbach wegen Mordes verantworten. Der Angeklagte aus dem niederrheinischen Schwalmtal hatte im vergangenen August bei einem Termin zur Zwangsversteigerung des Hauses zwei Rechtsanwälte und einen Gutachter erschossen.
Einem Gerichtssprecher zufolge kündigte der Angeklagte an, sich in den kommenden Tagen zum Tatvorwurf äußern zu wollen. Das Verfahren endete am ersten Verhandlungstag nach 45 Minuten mit der Verlesung der Anklageschrift; der Prozess ist bis zum 13. März terminiert.
Der Rentner, der ein Haus gebaut hatte, befürchtete der Anklage zufolge, dass seine 44-jährige Tochter in dem Streit um das Haus übervorteilt werde, und wollte die dafür angeblich verantwortlichen Anwälte und Sachverständigen bestrafen. Der 71-Jährige habe deshalb die beiden 38 und 70 Jahre alten Rechtsanwälte sowie einen 48-jährigen Gutachter mit gezielten Schüssen aus einer Pistole getötet. Der zweite Gutachter im Alter von 40 Jahren war durch zwei Schüsse schwer verletzt worden.
17. Februar 2010 - 12.09 Uhr
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