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Blühende Landschaften dank Mindestlohn ...

4.1.2015 Thema abonnieren
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(45823 Beiträge, 22646x hilfreich)
Blühende Landschaften dank Mindestlohn ...
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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15260 Beiträge, 5834x hilfreich)

Sehr treffender Beitrag :party:

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Heiliger
(21297 Beiträge, 8518x hilfreich)

Na ja, ich zumindest gebe meinem Friseur immer 20% des Preises als Trinkgeld. Das ist ja wohl weitestgehend steuer- und abgabenfrei.

wirdwerden

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(45823 Beiträge, 22646x hilfreich)

Trinkgeld ist wichtig.
Sowohl für die Arbeiter zur Aufstockung als auch zur Motivation.


Leider ist Deutschland kein Land der "Trinkgeld-Kultur".





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

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#4
 Von 
radfahrer999
Status:
Senior-Partner
(6252 Beiträge, 3799x hilfreich)

Das Problem der Umverteilung von fleißig auf reich ist damit nicht gelöst.
Das Wirtschaftssystem ist so ausgelegt, dass 1/4 für Kost und Logis arbeiten gehen müssen.
Bekommen diese Personen mehr, muss irgendjemand was von seinem Tortenstück abgeben.
Ich glaube zu wissen, wer das sein wird.

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""Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." CJS"

-- Editiert radfahrer999 am 08.01.2015 23:12

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#5
 Von 
pleindespoir
Status:
Schüler
(324 Beiträge, 228x hilfreich)

"Das ist ja wohl weitestgehend steuer- und abgabenfrei."

wie kommst du darauf ?

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#6
 Von 
MaMichelle
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 34x hilfreich)

Wenn der Mindestlohn wenigstens überall durchgesetzt werden würde... aber letztens wurde sogar einer gekündigt, weil er sich erdreistet hat, den Mindestlohn zu verlangen.

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#7
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1514 Beiträge, 1639x hilfreich)

Zitat:
Trinkgeld ist wichtig.

Trinkgeld ist aber auch Glaubensfrage.
Wohin sich eine "Trinkgeldkultur" auch entwickeln kann, kann man oder konnte man früher jedenfalls nach Hörensagen jenseits des Atlantik beobachten. Man sollte meinen, dass es eigentlich Aufgabe der Arbeitgeber wäre, einen angemessenen Lohn zu zahlen und für Motivation in der Belegschaft zu sorgen. Eigentlich...

Zitat:
etztens wurde sogar einer gekündigt, weil er sich erdreistet hat, den Mindestlohn zu verlangen

Nee, wurde er eben nicht:
https://www.berlin.de/gerichte/arbeitsgericht/presse/archiv/20150429.1320.401842.html

Im Ergebnis ist also keine Kündigung mehr im Raum. Was zwischendurch passiert ist, kann man nicht der Gesetzeslage als Verschulden vorwerfen. Die hat diesen "Fehler" sogleich korrigiert. Es muss also erstmal weiterhin kein Arbeitnehmer die Kündigung fürchten, nur weil er Mindestlohn fordert. Jedenfalls nicht offiziell...


-- Editiert von Hafenlärm am 08.05.2015 01:49

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#8
 Von 
TomRohwer
Status:
Lehrling
(1956 Beiträge, 1357x hilfreich)

Die Friseurin wird vermutlich in absehbarer Zukunft gar nicht im Luxus schwelgen, sondern von ALG I und dann ALG II leben.

Warum? Weil durch die Gehaltserhöhung der Friseurladen die Preise erhöhen muss, und viele Kunden die Preiserhöhung nicht mitmachen. Und die Friseurin dann entlassen wird.

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#9
 Von 
TomRohwer
Status:
Lehrling
(1956 Beiträge, 1357x hilfreich)

Zitat (von Hafenlärm):

Wohin sich eine "Trinkgeldkultur" auch entwickeln kann, kann man oder konnte man früher jedenfalls nach Hörensagen jenseits des Atlantik beobachten.

Wobei die Realität nichts mit dem Hörensagen zu tun hat.
Die Trinkgeldkultur in den USA führt dafür aber zu einem wesentlich besseren Serviceverhalten der Mitarbeiter.

Wer nämlich weiß, daß er die Hälfte seines Einkommens über das Trinkgeld verdient, der hat eine starke Motivation, sich kundenfreundlich zu verhalten. Und der Kunde hat eine hervorrangende Möglichkeit, guten Service mit guter Bezahlung zu vergelten, und schlechten Service entsprechend abzustrafen.

Funktioniert in den USA ganz hervorragend.

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#10
 Von 
Juliaa1
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 17x hilfreich)

Zitat (von TomRohwer):
Zitat (von Hafenlärm):
Die Trinkgeldkultur in den USA führt dafür aber zu einem wesentlich besseren Serviceverhalten der Mitarbeiter.
Wer nämlich weiß, daß er die Hälfte seines Einkommens über das Trinkgeld verdient, der hat eine starke Motivation, sich kundenfreundlich zu verhalten. Und der Kunde hat eine hervorrangende Möglichkeit, guten Service mit guter Bezahlung zu vergelten, und schlechten Service entsprechend abzustrafen.
Funktioniert in den USA ganz hervorragend.

Also da hab ich schon andere Erfahrungen gemacht. Da es sich in den USA gehört 15% Trinkgeld zu geben, geben sich die Kellner eben teilweise gar keine Mühe weil das für sie aussreichend ist.

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#11
 Von 
Marco65
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 4x hilfreich)

Na ja, es unterliegt keinem Zweifel, dass das Trinkgeld die Motivation verbessern kann. Ich gebe immmer Trinkgeld, wenn ich in einem Restaurant bin.

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