Black-Box-Daten der "Costa Concordia" erst im Oktober
AFP VOM 21.7.2012 | Nachrichten - Allgemein | 682 Aufrufe Mehr zum Thema:Black-Box-Daten, Costa Concordia
Technische Anhörung in Vorbereitung auf Prozess
Die Auswertung der Black Box des vor einem halben Jahr havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" wird erst Mitte Oktober vor Gericht präsentiert. Bei einer technischen Anhörung vor einem Gericht in der italienischen Stadt Grosseto sagte Untersuchungsrichterin Valeria Montesarchio, bei der Analyse der Daten der Bordinstrumente habe es Verzögerungen gegeben. Ursprünglich hätten die Black-Box-Daten im Laufe des Tages vorgestellt werden sollen. Dies soll nun am 15. Oktober geschehen. Bei der Anhörung waren auch Anwälte anwesend, die Überlebende des Unglücks vertreten.
Die "Costa Concordia" war am 13. Januar mit über 4000 Menschen an Bord vor der Toskana-Insel Giglio auf einen Felsen gelaufen und gekentert. 32 Menschen kamen ums Leben, unter ihnen zwölf Deutsche. Wegen des Unglücks laufen Ermittlungen gegen neun Verdächtige, unter ihnen ist der Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino. Dieser soll das Unglück verursacht haben, weil er zu nah an die Küste von Giglio heranfuhr. Anschließend soll er die Evakuierung verzögert und das Schiff vorzeitig verlassen haben.
Derzeit laufen in Vorbereitung auf einen Prozess vor Gericht technische Voranhörungen. Der Prozess selbst wird vermutlich frühestens Anfang kommenden Jahres beginnen.
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