Nach der Inhaftierung von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gerät die Militärjunta in Birma zunehmend unter Druck. Nach zahlreichen westlichen Ländern setzten sich auch Thailand, Indonesien, Japan und Singapur sowie eine Gruppe prominenter Persönlichkeiten für die Friedensnobelpreisträgerin ein. Der von Südafrikas Ex-Präsident Nelson Mandela gegründete sogenannte Ältestenrat forderte die sofortige Freilassung Suu Kyis.
Der thailändische Regierungschef Abhisit Vejjajiva äußerte sich besorgt über den Gesundheitszustand der 63-jährigen Suu Kyi. Er mahnte zudem die Umsetzung eines Fahrplans für die Demokratisierung des Landes an. Außenminister Kasit Priomya sagte, sein Land sei "sehr, sehr besorgt", dass Birma den Arrest gegen die Politikerin weiter verlängern könnte. Thailand hat zurzeit den Vorsitz der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) inne, der auch Birma angehört.
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| Suu Kyis Haus am See (AFP) |
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| Prozess gegen Birmas Oppositionsführerin (AFP) |
Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch forderten auch die Nachbarländer China und Indien auf, Druck auf die Führung in Birma auszuüben und sich für die Freilassung Suu Kyis einzusetzen. Auch der UN-Sicherheitsrat und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sollten sich einschalten.
Zuvor hatten bereits Deutschland, die EU und die USA die sofortige Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin gefordert. US-Außenministerin Hillary Clinton zeigte sich "tief beunruhigt" und kritisierte die Anschuldigungen als "unbegründet". Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso setzte sich für eine Freilassung Suu Kyis ein.
Die birmanische Oppositionsführerin steht seit 19 Jahren fast ununterbrochen unter Hausarrest. Ende Mai sollte Suu Kyi freikommen, doch nach Angaben von Diplomaten suchte die Militärjunta nach einem Vorwand, um sie länger festzuhalten.
15. Mai 2009 - 14.24 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009
