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Bio-Geflügelhändler aus Delbrück wegen Betrugs angeklagt

AFP VOM 10.3.2010 | Nachrichten - Vor Gericht | 1183 Aufrufe
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Bio-Geflügelhändler, Betrug

Industriehühner als Bio an Wiesn-Braterei verkauft

Deutschlands einst größter Bio-Geflügelhändler, Berthold F. aus Delbrück in Nordrhein-Westfalen, muss sich vor Gericht verantworten, weil er konventionelles Hühner- und Putenfleisch als Öko-Ware verkauft haben soll. "Wir haben Anklage wegen Betrugs in besonders schwerem Fall vor dem Landgericht Paderborn erhoben", bestätigte der zuständige Oberstaatsanwalt Klaus Pollmann am Mittwoch einen Bericht des Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Online-Ausgabe). Pollmann bezifferte den Schaden auf rund 1,3 Millionen Euro.

Der 46-jährige Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft zwischen 2003 und 2007 die konventionelle Frischware unter Bio-Geflügel gemischt oder direkt als Öko-Geflügel mit Preisaufschlag an gutgläubige Kunden verkauft haben. Zu den Opfern zähle auch die Hühner-Braterei Ammer auf dem Oktoberfest in München. Der Unternehmer, dessen Firmen inzwischen Insolvenz anmeldeten, muss nun eine womöglich empfindliche Haftstrafe befürchten.

10. März 2010 - 14.12 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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