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Billpay / KSP Rechtsanwälte - falsche E-Mail Adresse führt zu Mahnungen an mich

9.1.2017 Thema abonnieren Zum Thema: ksp Mahnungen Falsche
 Von 
Nbg1235
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Billpay / KSP Rechtsanwälte - falsche E-Mail Adresse führt zu Mahnungen an mich

Hallo zusammen,

folgender "Fall" ist mir passiert, der mich v.a. aufgrund der ständigen E-Mails nervt und zu dem ich gerne eine Einschätzung hätte:

Anfang November 2016 hat irgendjemand bei Flixbus eine Bestellung getätigt, und dabei (wohl versehentlich) einen Tippfehler in seiner E-Mail Adresse gehabt, wodurch seitdem der gesamte E-Mail Verkehr an mich geht. Es fing an mit der "Flixbus E-Mail Bestätigung", welche ich natürlich nicht angeklickt habe. Zitat aus der Mail: "Lieber Kunde, Danke für Deine Registrierung. Um die Registrierung abzuschließen, bitte klicke den Link unten. Wenn Du Dich nicht registriert hast, bitte ignoriere diese Nachricht.

Ich habe die Nachricht selbstverständlich ignoriert, schließlich war ich ja auch nicht der Besteller. (Im Übrigen: Wieso sprechen die einen mit "Lieber Kunde" an, und nicht mit dem Namen, der bei der Registrierung angegeben wurde - komisch!)

Circa 20 Minuten später landete eine E-Mail von Billpay in meinem Postfach, in der eine Lastschrift in 3 Tagen angekündigt wurde, von dem vom Besteller angegebenen Konto.

5 Tage später (also 2 Tage nach dem Lastschrift-Termin) erhielt ich eine Mahnung von Billpay, nachdem es zu einer Rücklastschrift gekommen ist. Gleichzeitig wurde eine weitere Lastschriftabbuchung angekündigt (+10€ "pauschaler Schadenersatz" durch die fehlgeschlagene erste Lastschrift)

12 Tage danach flatterte eine "letzte Mahnung" in mein Postfach, da der ursprüngliche Besteller noch immer nicht bezahlt hatte und anscheinend auch die zweite Lastschrift fehl schlug. Der "pauschale Schadenersatz" erhöhte sich auf 18,20€.

Bis dahin hab ich sämtliche E-Mails ignoriert.

Als dann aber 13 Tage danach eine weitere E-Mail von Billpay kam, diesmal persönlich von einem Herrn aus dem Forderungsmanagement, schön "in Briefform" verfasst mit Kopf und Anschrift (des tatsächlichen Bestellers, der von ganz woanders her kommt) und dem Betreff "Voraussichtliche Übergabe an unsere Anwaltskanzlei", hab ich dem besagten Herrn doch mal geantwortet und darauf hingewiesen, dass hier ein großer Irrtum vorliegt, es einen Fehler bei der E-Mail Adresse gibt und ich nicht der tatsächliche Besteller bin. Meine Bitte, den Besteller unter der in der E-Mail angegebenen postalischen Adresse fortan zu kontaktieren und mich damit in Ruhe zu lassen, fügte ich ebenso noch hinzu.

Geschehen ist natürlich nichts - meine Bitte wurde ignoriert und der Fall an die KSP Rechtsanwälte übergeben, die mich fortan einfach weiter mit mittlerweile zwei E-Mails (die erste kurz vor Weihnachte als "Vorab per E-Mail", die zweite vergangene Woche) kontaktieren. Durch (Anwalts-)Gebühren hat sich der ursprüngliche Betrag mittlerweile fast verfünffacht.

Bis jetzt habe ich davon abgesehen, ihnen einfach dieselbe Mail, die ich bereits ans das Billpay Forderungsmanagement geschickt habe, ebenso zuzusenden.

Nachdem sie aber in der letzten Mail mit gerichtlichen Maßnahmen drohen ("Sollten Sie auch dieser Aufforderung nicht nachkommen, werden wir unserer Mandantin die Einleitung gerichtlicher Maßnahmen gegen Sie empfehlen. Die dadurch bei erfolgreicher Geltendmachung entstehenden Mehrkosten gehen zu Ihren Lasten."), frage ich mich schon langsam, wo das noch hinführen soll.

Konkret:
Warum wird hier laufend per E-Mail kommuniziert und eine derartige Forderung nicht postalisch zugestellt?
Möglich wäre, dass der Besteller auch eine falsche Postadresse angegeben hat und sie ihre Briefe zurückbekamen. Das vermute ich aber nur.

Können die über meinen Mailprovider an meine Adresse kommen (mal angenommen, die vom Besteller angegebene Adresse stimmt wirklich nicht) und muss ich damit rechnen, von denen weiterhin, dann noch auf anderem Wege belästigt zu werden?

Was kann / soll ich in diesem Fall machen - einfach weiterhin alle E-Mails ignorieren oder doch nochmal Stellung nehmen? Würde das überhaupt etwas bringen (Billpay hat meine Mail wie gesagt gekonnt ignoriert). Wie weise ich letztlich diesen Irrtum der E-Mail Adresse nach, sowie die Tatsache, dass ich hiermit nichts zu tun habe?

Bin für jeden Rat dankbar!

Beste Grüße
Nbg1235

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ksp Mahnungen Falsche


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
vundaal76
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 1074x hilfreich)

Zitat:
schön "in Briefform" verfasst mit Kopf und Anschrift (des tatsächlichen Bestellers, der von ganz woanders her kommt)

Hat der Besteller einen anderen Namen als Sie?
Falls ja, dann würde ich die weitere E-Mail Kommunikation gekonnt ignorieren!

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#2
 Von 
Nbg1235
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Zitat:
schön "in Briefform" verfasst mit Kopf und Anschrift (des tatsächlichen Bestellers, der von ganz woanders her kommt)

Hat der Besteller einen anderen Namen als Sie?
Falls ja, dann würde ich die weitere E-Mail Kommunikation gekonnt ignorieren!


Ja, hat er! Nur die Vornamen sind identisch (bzw. hat er scheinbar meinen Vornamen als seinen Nachnamen dort angegeben, geht man davon aus dass eine Anschrift aus Vorname+Nachname besteht und nicht anders herum.

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(16901 Beiträge, 11574x hilfreich)

Ggf. nochmals wie KSP einmalig per email antworten:
"Werte KSP. Ich habe nichts bestellt. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich vermute einen Tippfehler in der vom echten Schuldner angegebenen eMail-Adresse. Wenn Sie mich nicht in Ruhe lassen, werde ich Strafanzeige (123recht.net Tipp: Strafanzeige stellen ) gegen ihre Mitarbeiter wegen Nötigung erstatten."
Danach alles ignorieren. Wichtig sind nur Briefe eines Gerichtes (beispielsweise ein Mahnbescheid).

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#4
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Praktikant
(611 Beiträge, 204x hilfreich)

Einfach ignorieren und gut ist. Was die Drohung mit der Anzeige soll erschließt sich mir nicht @mepeisen.

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Richter
(8143 Beiträge, 3341x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Wichtig sind nur Briefe eines Gerichtes (beispielsweise ein Mahnbescheid).
Die werden aber nicht per Mail kommen, sondern per Post an den wirklichen Schuldner.

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#6
 Von 
Osmos
Status:
Praktikant
(741 Beiträge, 262x hilfreich)

Zitat (von micbu):
Zitat (von mepeisen):
Wichtig sind nur Briefe eines Gerichtes (beispielsweise ein Mahnbescheid).
Die werden aber nicht per Mail kommen, sondern per Post an den wirklichen Schuldner.

Korrekt, d.h. alle weiteren E-Mails sollte man einfach kommentarlos ignorieren, kein Grund zur Sorge.

Signatur:Meine persönliche Meinung
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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(16901 Beiträge, 11574x hilfreich)

Zitat:
Was die Drohung mit der Anzeige soll erschließt sich mir nicht @mepeisen.

Bei KSP ist, wie viele andere Masseninkassos auch, immer die Tendenz zu beobachten, dass man mit Einwänden nicht ernst genommen wird. Ein höfliches Bitten führt oft dazu, dass die Maschinerie einfach kommentarlos weiter läuft. Wer nimmt schon ernst, dass es irgendwo einen fehlenden Buchstaben gibt.
Wie oft lesen wir hier und in anderen Foren, dass auch nach Monaten noch nicht auf die Widersprüche reagiert wurde und immer noch der Bausteinbrief kommt "Leider haben sie sich nicht gemeldet..."?

Die Anzeige hat die Begründung, dass die wissentlich trotz berechtigter Einwände ggf. mit einem erheblichen Übel gedroht haben (sofern sie denn Droh-Bausteine verwenden), um den falschen Schuldner zu etwas zu bringen, beispielsweise zur Zahlung, damit er seine Ruhe hat. Das ist meinem Kenntnisstand nach Nötigung.
Und das deutlich anzusprechen ist ein Signalwort, die eine gelangweilte Massen-Inkasso-400€-Hilfskraft beim Sichten der Mails höchstwahrscheinlich nicht überliest.

Die Erfahrung zeigt: Bei einigen Inkassos kommt man nur mit solchen Signalwörtern in den Topf, wo mal jemand genauer in den Fall reinschaut.

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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