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Bezifferung d anspruches bei wirts. Totalschaden

3.1.2008 Thema abonnieren Zum Thema: Totalschaden
 Von 
ratlos44
Status:
Schüler
(389 Beiträge, 55x hilfreich)
Bezifferung d anspruches bei wirts. Totalschaden

Hey,
A erleidet einen Unfall, bei dem sein KFZ von ihm unverschuldet so beschädigt wird, dass der Gutachter einen wirtschaftlichen Totalschaden attestiert.
Nun will A dies der gegnerischen Haftpflicht mitteilen und seine Forderung beziffern.
Das Gutachten nennt folgende Werte:
1) Reparaturkosten: 9.214,00€
2) Wiederbeschaffungswert: 7.100,00€
3) Restwert: 3.800,00€
4) Neupreis: 11.490,00€
Wiederbeschaffungszeit: 14 Tage á Gruppe B - 29,00€

Was muss nun die gegnerische Versi zahlen? Was kommt da noch hinzu? zB 25€ pauschale Aufwendungen etc...

Dem A wurde ein Restwertangebot über 3.800,00€ von einem Händler gemacht - soll er dies der Versi mitteilen bevor er den Anspruch anmeldet? Gibts da Tips zum Vorgehen?

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Totalschaden


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
KSV
Status:
Schüler
(208 Beiträge, 32x hilfreich)

Handelt es sich um brutto oder um netto Werte?
Da es sich hierbei um einen wirtschftlichen Totalschaden handelt ist die Abrechnung folgende:
Wiederbeschaffungswert minus Restwert.
Um was für ein Fahrzeug handelt es sich?
Ist das Restwertangebot korrekt auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt wurden? (3800 Euro sind bei den anderen Zahlen nicht gerade wenig)
Die Mehrwertsteuer wird nur erstattet wenn diese tatsächlich anfällt. Beinhaltet der Wiederbeschaffungswert Mehrwertsteuer und wenn ja in welcher Höhe 2 % (ggf. 2,4) oder 19 % ?
Oder soll das Auto über die 130 % Regelung (Integritätsinteresse) repariert werden?
Es ist aber auf jeden Fall sehr empfehlenswert einen guten Rechtsanwalt mit Erfahrung im Verkehrsrecht mit der Abrechnung zu beauftragen, denn es gibt noch einige andere Punkte wie z.B. Unkostenpauschale, Nutzungsausfall, An-/Abmeldekosten, .....



-- Editiert von KSV am 03.01.2008 14:05:56

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#2
 Von 
ratlos44
Status:
Schüler
(389 Beiträge, 55x hilfreich)

Hey, es handelt sich um brutto Werte inkl. MwSt.
Das KFZ war ein Fiat Punto.
Das Restwertangebot ist auf dem online-Markt über den von A eingeschalteten Gutachter ermittelt worden; der potentielle Käufer ist ca. 300km entfernt ansässig.
Die 3800€ verstehen sich auch inkl. MwST.
Die 130%-Regelung kommt mangels Reparaturinteresse nicht zum Tragen: der Karren kommt wech!
25€ Kostenpauschale hat A bereits in seiner Rechnungsaufstellung dabei - wie siehts aber mit den 14 Tagen aus, in denen er zu Fuss geht?? Kann er dafür 29€ mal 14 Tage ansetzen??

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#3
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6011 Beiträge, 1660x hilfreich)

Bin mir jetzt nicht sicher. Aber sind es nicht 35€ Aufwandsentschädigung?

quote:
Das Restwertangebot ist auf dem online-Markt über den von A eingeschalteten Gutachter ermittelt worden; der potentielle Käufer ist ca. 300km entfernt ansässig.
Die 3800€ verstehen sich auch inkl. MwST.

Kam er Gutachter von bzw. im Auftrag der gegnerischen Versicherung?

quote:
Kann er dafür 29€ mal 14 Tage ansetzen??

Wenn er innerhalb dieses Zeitraumes kein Ersatzfahrzeug beschafft hat ja. Ansonsten nur für den Zeitraum bis ein Ersatzwagen vorhanden ist.

Ausserdem kann A noch die Kosten für Zulassung und Kennzeichen des Ersatzwagens verlangen.

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#4
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3914 Beiträge, 1122x hilfreich)

Da sie die Kosten des Anwaltes erstattet bekommen (auch bei klarer Sach- und Schuldfrage) bzw. dieser regelmäßig seine Kosten direkt mit der Versicherung abrechnet sollten Sie einen Anwalt einschalten.

Sie haben weniger Ärger und der Anwalt verdient noch etwas.

P.S. ich setze die Beteiligung eines Kfz bei der Unfallverursachung auf der Gegenseite voraus.

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