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Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis

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Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis

Guten Abend, ich hoffe mir kann hier jemand einen Tip geben. Es geht um folgendes:

Seit über einem Jahr stehe ich in einem festen Arbeitsverhältnis. Da in der Firma Gerüchte umgehen, dass es unserer Firma sehr schlecht geht und ich auch nicht sehr zufrieden bin, möchte ich mich schon mal woanders bewerben. Wäre es verkehrt, wenn ich dem vermeintlich neuen Arbeitgeber verraten würde, wo ich momentan arbeite? Ich bekomme es mit der Angst zu tun, wenn ich drüber nachdenke, dass die Firma, wo ich mich bewerben möchte, meinen aktuellen AG es steckt dass ich mich bei denen beworben habe. Ich möchte nämlich nicht gekündigt werden, solange ich keine ne Arbeitsstelle habe bzw. meine Arbeit ohne Mobbing weitermachen.

Ich hoffe mir kann jemand helfen. Vielen Dank!


von Kevcali am 29.09.2007 19:54
Status: Senior (141 Beiträge)
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Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 123 weitere Beiträge zum Thema "Arbeitsverhältnis".


>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
@Kevcali hallo,

ich kann deine Ängste verstehen, aber der nicht wagt, der nicht gewinnt!

Und es ist ja weder raus, dass der neue AG sich beim alten meldet, noch, dass du dann Repressalien vom alten AG ausgesetzt bist. Und wenn die Gerüchte stimmen, bist du schon einen Schritt weiter und hast vielleicht schon einen neuen Job.


Viel Erfolg!




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"Wie war das mit dem Pferd vor der Apotheke?
"


von guest-12319.11.2008 09:24:21 am 29.09.2007 20:02
Status: Unsterblich (1623 Beiträge)
Userwertung:  1,5  von 5 (von 8 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
Vielen Dank für den Tip



von Kevcali am 29.09.2007 20:11
Status: Senior (141 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
@Kevcali

Du solltes es bei einem Vorstellungsgespräch allerdings vermeiden irgend etwas von deinen Vermutungen in Bezug auf die wirtschaftliche Lage deines AG zu erzählen. Lass dir einfach einen guten Grund einfallen warum du was neues suchst....


von Frank L am 30.09.2007 01:55
Status: Legende (212 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
Ich würde als Arbeitgeber nur die Branche nennen. Passieren dürfte dir eigentlich aber nichts, wenn du deine noch-Firma nennst - hat die Schwierigkeiten, ist die vielleicht schon froh, dass du dich selber vom Acker machst.
Ist es dieselbe Branche, in der du dich bewirbst, ist die Firmenschieflage unter Umständen schon bekannt.
Ich würde mich aber auch immer einen glaubhaften Grund überlegen, warum ich wechsle (derzeitige Tätigkeit entspricht nicht meinen Vorstellungen ...lässt mir keine Entwicklungsmöglichkeit...)


von sika0304 am 30.09.2007 18:16
Status: Tao (8055 Beiträge)
Userwertung:  1,6  von 5 (von 155 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
--- editiert vom Admin


von guest123-1660 am 30.09.2007 20:26
Status: Unsterblich (3850 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
Hallo und schonmal vielen Dank für die bisherigen Tips

Also derzeit arbeite ich in der Bankenbranche und möchte mich in der Strombranche bewerben. Unserer Firma geht nicht wirklich nicht soooo schlecht behaupte ich mal. Problem ist, dass die etwas zu hoch gesteckten Ziele der Geschäftsleitung nicht erreicht werden, was bedeutet, dass Köpfe rollen werden und höchstwahrscheinlich Sparmaßnahmen ergriffen werden. Zwar habe ich den geringen Vorteil, dass ich der Einzige in der Firma bin, der diese Arbeit verrichtet, jedoch wieder den Nachteil, dass man bei evtl. Sparmaßnahmen auch ganz auf meine Dienste verzichten kann. Mein Vorgesezter (Prokurist) bekommt derzeit heftig kalten Wind von der GL ab und lässt dies natürlich auch an uns (der Rest der Abteilung) aus. Plötzlich müssen wir uns für jeden kleinsten Pups rechtfertigen, obwohl wir die letzte Abteilung sind, die etwas dafür können, dass die Zahlen nicht stimmen.

In den nächsten Tagen werde ich ein Zwischenzeugnis in der Personalabteilung beantragen. Ich denke das brauch man schon um sich zu bewerben oder? Problem ist dabei schon wieder, dass in unseren Richtlinien steht, dass der Vorgesetzte nachfragen muss warum der AN ein Zwischenzeugnis verlangt. Was sage ich da am besten? Will einfach nur mal wissen wie man mich z.B. einschäzt?

Vielen lieben Dank



von Kevcali am 01.10.2007 00:48
Status: Senior (141 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
@Kevcali

Normalerweise hat jeder AN das Recht nach einer gewissen Zeit auf ein Zwischenzeugnis. Wenn bestehende Personalveränderungen bei euch ein offenes Geheimnis ist, begründe es damit, dass du befürchtest, bei evt. neuen Vorgesetzten, du dein bisheriges Verhalten festgehalten wissen willst. Oder so ähnlich. Du kennst eure Situation ja am besten.



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"Wie war das mit dem Pferd vor der Apotheke?
"


von guest-12319.11.2008 09:24:21 am 01.10.2007 07:18
Status: Unsterblich (1623 Beiträge)
Userwertung:  1,5  von 5 (von 8 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
Keiner hat einfach so ein Recht auf ein Zwischenzeugnis. Das wird üblicherweise ausgestellt, wenn der Vorgesetzte wechselt oder man selber die Abteilung/Arbeitsbereiche.
Außerdem steht dort immer drinnen, warum der Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis wünscht.
Eins ist klar - wenn du das beantragst, dann weiß deine bisherige Firma, das du dich mit Abwanderungsgedanken trägst - und ist immer noch nicht verpflichtet, deinem Wunsch nachzukommen - also kann man sich die Bitte darum gleich ersparen.


von sika0304 am 01.10.2007 09:44
Status: Tao (8055 Beiträge)
Userwertung:  1,6  von 5 (von 155 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
--- editiert vom Admin


von guest123-1660 am 01.10.2007 09:49
Status: Unsterblich (3850 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bewerben trotz bestehendem Arbeitsverhältnis
Das Zwischenzeugnis

Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch, wie auf ein Zeugnis nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, besteht auf die Erteilung eines Zwischenzeugnisses nicht. Er ist in Tarifverträgen, wie etwa in § 62 Absatz 2 BAT, normiert. Allerdings steht dem/der ArbeitnehmerIn unter bestimmten Kriterien ("triftiger Grund") dennoch ein Zwischenzeugnis zu.
Häufigster Fall wird sein, dass der/die ArbeitnehmerIn den Arbeitsplatz wechseln möchte. Darüberhinaus kann ein Anspruch zum Beispiel auch bestehen,


wenn der/die ArbeitnehmerIn ein Zwischenzeugnis bei Behörden und Gerichten vorlegen muss;

wenn die Firma des Arbeitgebers sich strukturell ändert, so bei Betriebsübergang oder Konkurs;

wenn der/die ArbeitnehmerIn sich persönlich verändern will, so bei Versetzung, Fort- und Weiterbildung;

wenn eine längere Arbeitsunterbrechung ab etwa einem Jahr bevorsteht, so bei Zivil- oder Wehrdienst;

wenn ein längerer Erziehungsurlaub oder längerer unbezahlter betrieblicher Sonderurlaub, etwa im Anschluss an einen Erziehungsurlaub angetreten werden soll;

oder wenn ein langjähriger Vorgesetzter aus dem Dienst ausscheidet.

Ein Zwischenzeugnis kann allerdings nicht verlangt werden, wenn der/die ArbeitnehmerIn dieses in einer Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber zwecks Höhergruppierung als Beweismittel einsetzen möchte.

Auch in einem solchen Fall gilt für ver.di-Mitglieder: Ein kurzer Anruf bei der zuständigen ver.di-Bezirksgeschäftsstelle hilft Ihnen dabei, die Fragen rund ums Zeugnis zu beantworten. Bei einer drohenden Auseinandersetzung um die Formulierung oder die Aushändigung des Zeugnisses stehen ihnen die rechtskundigen ver.di-GewerkschaftssekretärInnen zur Seite.

quelle: www.verdi.de

-- Editiert von KristijanM am 01.10.2007 12:56:55


von KristijanM am 01.10.2007 12:56
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