Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
340723
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Ratgeber » Haftpflicht, Schadensersatz » 

Beweislastfragen der Eingriffsaufklärung und der Selbstbestimmungsaufklärung im Geburtsschadensrecht

Von Rechtsanwalt Fachanwalt für Medizinrecht, Versicherungsrecht LL.M. (Medizinrecht) Ulf S. Grambusch
7.12.2009 | Ratgeber - Haftpflicht, Schadenersatz | 1489 Aufrufe
Mehr zum Thema:

Geburtsschaden

Fragen im Zusammenhang mit der Eingriffsaufklärung und der Selbstbestimmungsaufklärung sind auch im Geburtsschadensrecht regelmäßig streitentscheidend. Im Grundsatz hat der Arzt die Voraussetzungen für eine wirksame Aufklärung darzutun und in der Praxis im Bestreitensfalle auch zu beweisen. Der Arzt hat auch im Geburtsschadensrecht die Erfüllung seiner Aufklärungspflicht nachzuweisen.

Grundlage für diese Annahme ist einmal das Konzept der Rechtsprechung im Hinblick auf die deliktische Haftung des Behandlers nach §§ 823 ff. BGB. Vertragsrechtlich ist dies dem Umfang der Behandlungspflicht in Verbindung mit der entsprechenden Aufklärungspflicht geschuldet, vgl. § 362 BGB. Hinsichtlich der Fragen der Beweislast spielen in der Praxis vor allem die schriftlichen Aufzeichnungen in der Patientenakte, den Behandlungsunterlagen, eine Rolle. Hier ist das Aufklärungsgespräch von dem Arzt zu dokumentieren.

SEIT 2009 BEI 123RECHT.NET
Rechtsanwalt
LL.M. (Medizinrecht) Ulf S. Grambusch
Köln

Krankenversicherung, Fachanwalt Versicherungsrecht, Haftungsrecht der Ärzte, Produkthaftungsrecht, Fachanwalt Medizinrecht, Medizinrecht

Eine entsprechende Dokumentation ist nach der Rechtsprechung zumindest ein Indiz für eine Aufklärung. In der Praxis stellen sich in diesem Zusammenhang vielfältige Fragen. Regelmäßig nicht ausreichend ist die bloße Aushändigung des schriftlichen Aufklärungsbogens an den Patient. Allein maßgeblich ist nach der Rechtsprechung das vertrauensvolle Gespräch zwischen dem Arzt und dem Patient, wobei es auf den Einzelfall ankommt.

123recht.net ist Rechtspartner von:

340723
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

97914
beantwortete Fragen
10
Anwälte jetzt
online
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Eine 50-Stunden-Woche ist bei Niedriglöhnern wie in den Chefetagen keine Seltenheit. Kennt Ihr das? Wie viele Stunden arbeitet Ihr ca. pro Woche?