Der frühere französische Justiz-Staatssekretär Pierre Bédier ist in einer Korruptionsaffäre zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung und drei Jahren Unwählbarkeit verurteilt worden. Das Pariser Strafgericht erlegte dem 59-jährigen Politiker der Regierungspartei UMP am Dienstag zudem eine Geldstrafe von 50.000 Euro auf. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Bédier als Bürgermeister der Stadt Mantes-la-Jolie bei Paris 1998 bis 2001 Schmiergelder von einem Reinigungsunternehmer kassiert hatte, der im Gegenzug öffentliche Aufträge erhalten hatte.
Bédier war vom Juni 2002 bis zum Januar 2004 als Staatssekretär für Frankreichs Justiz-Immobilien verantwortlich; er hatte die bürgerliche Regierung unter Jean-Pierre Raffarin wegen der Affäre verlassen müssen.
12. Dezember 2006 - 15.45 Uhr
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