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Bewährungsstrafe für Lkw-Fahrer nach Busunfall mit 13 Toten

AFP VOM 29.10.2009 | Nachrichten - Vor Gericht | 1131 Aufrufe
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Busunglück

48-Jähriger legt Geständnis ab - Laster war aufgefahren

Knapp zweieinhalb Jahre nach einem schweren Busunfall mit 13 Toten in Sachsen-Anhalt hat das Landgericht Magdeburg einen Lkw-Fahrer zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der 48-Jährige gab einem Justizsprecher zufolge vor Gericht zu, am 18. Juni 2007 aus Unachtsamkeit mit seinem Laster auf den Reisebus aufgefahren zu sein. Alle Prozessbeteiligten nahmen das Urteil noch im Gerichtssaal an.

Damit ist der nach nur eintägiger Verhandlung ergangene Richterspruch rechtskräftig. Der Bus mit einer Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen an Bord hatte nach dem Auffahrunfall auf der Autobahn A14 in Höhe der Stadt Könnern die Leitplanke durchbrochen und war eine Böschung hinabgerutscht. Sieben Männer und sechs Frauen starben, 22 Insassen wurden verletzt. Die Reisegruppe aus Hopsten im nördlichen Münsterland hatte sich zum Unfallzeitpunkt auf dem Weg zu einer Städtetour nach Dresden befunden. In der bäuerlich geprägten Gemeinde mit ihren 7800 Einwohnern löste der Unfall Entsetzen und tiefe Trauer aus.

Der Lkw-Fahrer legte dem Gerichtssprecher zufolge nun vor der Magdeburger Strafkammer ein "umfassendes Geständnis" ab. Dennoch gingen die Richter beim Strafmaß über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eine Geldstrafe von 2400 Euro beantragt hatte. Angesichts der schweren Unfallfolgen könne die Tat nicht allein mit einer Geldstrafe geahndet werden, befand die Kammer.

29. Oktober 2009 - 15.47 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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