>Betrug / Abofalle
Die Sache ist von meiner Rechtsschutzversicherung gedeckt, Kosten entstehen also erstmal keine. Zumindest nicht direkte - was ich natürlich mittlerweile mit meinem Anwalt telefoniert habe, Portokosten, Kosten für Kopien, Spritkosten für zum Anwalt fahren - von der Zeit wollen wir natürlich erst gar nicht reden - übersteigt das alles bei Weitem die strittigen 4,99 Euro um die es überhaupt geht.
Aber genau das ist ja "deren" Masche: Wer sich wehren will hat höhere Kosten als der Streitwert.
Kurzer Zwischenstand: Schreiben an die Mogelcom-Geschäftsführung ist raus, ebenso nochmal durch meinen Anwalt.
Das schwierige ist in der Tat es überhaupt zu einem Prozess kommen zu lassen. Denn auf was klagen wir, oder die? Momentan passiert gar nichts. Ich habe die Abbuchung zurückgehen lassen und muß dafür in der nächsten Rechnung 10 Euro Gebühren zahlen.
Stelle ich um auf Überweisung, zahle ich jedesmal 3,50 Euro Gebühren. Nach 3 Monaten bin ich also genauso "schlau" dran.
Wir versuchen (Idee seitens Anwalt) folgendes: Abbuchungsermächtigung wird ausschließlich für die Flatrate erteilt, alles andere nicht. Dh. wir hoffen daß nun der strittige Betrag separat eingefordert wird - wogegen wir dann wiederum gerichtlich vorgehen können. Ansonsten wird es tatsächlich sehr schwierig sein, man müsste Mogelcom auf die Rückzahlung verklagen was schwierig ist, da diese ja auf diese Verbrecherbande XXX als Aboanbieter verweisen. Diese wiederum zu verklagen ist von vorneherein wohl zum scheitern verurteilt - denn die haben ja ihr Geld von Mogelcom bereits erhalten.
Letztlich ist diese Rechtssituation für den Verbraucher absolut untragbar. Niemand ist zuständig, das Geld ist weg, keine Chance ohne erhebliche Mehrkosten da wieder ranzukommen. Unfassbar diese Betrugsmasche.
Mir persönlich ist das Geld hier völlig wurscht, denn sonst hätt ich einfach zähneknirschend bezahlt. Ich möchte tatsächlich einen Prozess erreichen und ein Urteil in der Hand halten. Und damit nachweisen, daß ein "kostenneutrales Wehren" bei dieser Rechtssituation nicht möglich ist.
Das ganze würde danach (im Erfolgsfall, was ja nichtmal gesichert ist bei diesen Kleinstbeträgen) entsprechend natürlich weiterverfolgt. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Ich halte euch aber gern auf dem Laufenden.
@Mr.Cool
Ja, das haben wir alles schon gemacht. Fremdanbietersperre ist gleich am selben Tag durch, Beschwerde bei der Bundesnetzagentur raus. Aber außer ein uninteressiertes, slightly am Thema vorbeigeschossenes Standardschreiben kommt da natürlich gar nichts.
Widerrufsrecht vom "Abo" gibts keines, da es ja gar kein Abo gab, demzufolge natürlich keine "Aufklärung" über evtl. Widerrufsrechts. Damit hat man hier entspannt 1 Jahr Zeit. Trotzdem wird es, wie Du so schön sagst, natürlich ein schöner "Krampf".
-- Editiert Meise737 am 29.06.2012 12:28
von Meise737 am 29.06.2012 12:24
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