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Bestechungsprozess gegen Ex-Infineon-Chef Schumacher läuft

AFP VOM 14.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 958 Aufrufe
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Vor dem Landgericht München I hat am Montag der Schmiergeld-Prozess gegen den früheren Infineon-Chef Ulrich Schumacher begonnen. Zum Auftakt wies der 51-Jährige alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe mit den Worten "ich war und bin nicht käuflich" zurück. Die Staatsanwaltschaft legt Schumacher Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zur Last. Er soll von einem bereits wegen Bestechung verurteilten Sponsorenvermittler hohe Summen kassiert haben, um damit seine Leidenschaft für den Rennsport zu finanzieren. Der Sponsorenvermittler hatte in dem Prozess gegen sich von Zahlungen an Schumacher und andere Infineon-Verantwortliche berichtet.

Schumacher galt lange als Star an der Börse, beim Börsengang von Infineon im Jahr 2000 setzte ein großer Run auf die Papiere ein. Allerdings verblasste der gute Ruf Schumachers mit dem Verfall des Aktienkurses rasch, im Jahr 2004 trat Schumacher als Infineon-Chef zurück. Seit zwei Jahren ist er Chef des chinesischen Chipherstellers Grace Semiconductor.

14. September 2009 - 13.55 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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