Besitzschutz

Mehr zum Thema:

Sachenrecht Rubrik, Besitz, Sachenrecht, verbotene, Eigenmacht

3,6 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
5

Der Besitz ist zwar kein Recht, sehr wohl aber ein Gut, das man verteidigen kann. Als Besitzer kann man sich verbotener Eigenmacht mit Gewalt erwehren, § 859 I BGB. Was verbotene Eigenmacht ist, steht in § 858 BGB:

§ 858 Verbotene Eigenmacht
(1) Wer dem Besitzer ohne dessen Willen den Besitz entzieht oder ihn im Besitz stört, handelt, sofern nicht das Gesetz die Entziehung oder die Störung gestattet, widerrechtlich (verbotene Eigenmacht).
(2) Der durch verbotene Eigenmacht erlangte Besitz ist fehlerhaft. Die Fehlerhaftigkeit muss der Nachfolger im Besitz gegen sich gelten lassen, wenn er Erbe des Besitzers ist oder die Fehlerhaftigkeit des Besitzes seines Vorgängers beim Erwerb kennt.

Nach dieser Vorschrift ist auch der Eigentümer vom (berechtigten) Besitz ausgeschlossen. Auch der Vermieter, der ohne Grund die vermietete Wohnung betritt, handelt widerrechtlich.

56789
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Besitz
Seite  2:  Besitzer ist man wann?
Seite  3:  Unmittelbarer Besitz
Seite  4:  Andere Besitzformen
Seite  5:  Der mittelbare Besitz
Seite  6:  Ein Beispiel
Seite  7:  Besitzschutz
Seite  8:  Verbotene Eigenmacht
Seite  9:  Ansprüche wegen verbotener Eigenmacht
Seite  10:  Die Jahresfrist
Seite  11:  Besitz gegen Eigentum
Seite  12:  Zusammenfassung
Das könnte Sie auch interessieren
Sachenrecht Sachenrecht - Worum es geht
Sachenrecht Prinzipien des Sachenrechts