Berufungsprozess von Birmas Oppositionsführerin eröffnet
AFP VOM 18.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1215 Aufrufe Mehr zum Thema:Birma, Oppositionelle
Suu Kyi selbst nicht bei Gericht anwesend
Nach der Verlängerung des Hausarrestes gegen die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat der Berufungsprozess begonnen. Seine Mandantin sehe "zuversichtlich" der Entscheidung des Gerichts in Rangun entgegen, sagte Suu Kyis Anwalt Nyan Win. Die Friedensnobelpreisträgerin durfte selbst nicht zu der Anhörung vor Gericht erscheinen. Das hatte ihr die Militärregierung mit Verweis auf die Gesetzeslage untersagt. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen versammelten sich vor dem Gebäude rund hundert ihrer Anhänger.
Suu Kyi war Anfang August zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden. Die Militärregierung warf der Oppositionsführerin vor, mit der Aufnahme eines US-Bürgers in ihrem Haus gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Das Urteil löste weltweit Empörung aus - auch, weil es Suu Kyi von den für 2010 geplanten Wahlen in Birma ausschließt.
Unterdessen ließ die birmanische Militärregierung zwei Journalisten, die den Opfern des Zyklon Nargis im Jahr 2008 geholfen hatten, und mehrere Oppositionelle frei. Sie gehören zu den mehr als 7000 Häftlingen, denen die Junta wie am Donnerstag angekündigt Amnestie gewähren will.
18. September 2009 - 11.35 Uhr
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