Bernard-Henri Lévy gratuliert Berlinale-Jury für Preis an Polanski
AFP VOM 21.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 712 Aufrufe Mehr zum Thema:Polanski
Der französische Autor und Philosoph Bernard-Henri Lévy hat der Berlinale-Jury zu der Verleihung des Silbernen Bären an den Starregisseur Roman Polanski für die beste Regie gratuliert. In einer der Nachrichtenagentur AFP am Samstag übermittelten Erklärung sprach "BHL" von einer "außergewöhnlichen Nachricht", die zweierlei zeige: Zum einen lasse sich die Jury "von der Meute nicht einschüchtern" und wisse ein Meisterwerk wie Polanskis Politthriller "The Ghost Writer" noch als solches zu würdigen.
Zum anderen lasse sich auch Polanski selbst nicht "von der Meute einschüchtern", die gegen ihn gehetzt worden sei und die meine, ihn in die "Enge getrieben" und "zerstört" zu haben, schrieb Lévy in Anspielung auf Berichte in der Boulevard-Presse. Die Mitglieder der Berlinale-Jury bezeichnete Lévy als "ehrenhafte Männer und Frauen".
Der 76-jährige polnisch-französische Filmemacher Polanski war im September vergangenen Jahres in Zürich festgenommen worden. Die US-Justiz will ihn wegen sexuellen Missbrauchs einer damals 13-Jährigen in den 70er Jahren zur Verantwortung ziehen. Polanski verbrachte gut fünf Wochen in Untersuchungshaft im schweizerischen Winterthur. Seitdem befindet sich der jüdische Regisseur im Hausarrest in seinem Chalet in Gstaad.
21. Februar 2010 - 00.09 Uhr
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