Berlusconi droht Ärger wegen Prostituierten-Affäre
AFP VOM 14.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1350 Aufrufe Mehr zum Thema:Berlusconi
Medien: Italienische Justiz leitet Ermittlungen ein
Außerdem habe er versucht, sich Straffreiheit zu sichern und Einzelheiten der Feiern unter Verschluss zu halten. Ein Sprecher von Berlusconis Partei Volk der Freiheit sprach von einem "Informationsleck" und von "unglaubwürdigen Anschuldigungen". Ansa zufolge wurde Berlusconi am Freitag vorgeladen, der genaue Termin wurde nicht bekannt.
Die italienische Presse hatte Ende vergangenen Jahres ausführlich über die Partys berichtet. Sex mit Berlusconi soll die Marokkanerin Ruby demnach nicht gehabt haben, allerdings soll der Regierungschef pro Abend 5000 Euro an sie und weitere junge Frauen bezahlt haben. Auch andere Frauen, die bei Berlusconi zu Gast waren, berichteten von Feiern mit Minderjährigen. Eine Zeugin gab an, sie habe von Berlusconi 10.000 Euro für sexuelle Dienstleistungen bekommen.
Erst am Donnerstag hatte das italienische Verfassungsgericht ein umstrittenes Immunitätsgesetz teilweise aufgehoben, das den Regierungschef und seine Minister vor Strafverfolgung schützte. Dem Urteil zufolge können Richter fortan von Fall zu Fall selbst entscheiden, ob Berlusconi vor Gericht erscheinen muss oder nicht - was zur Wiederaufnahme von zwei Verfahren wegen Steuerhinterziehung und Bestechung führen könnte.
14.01.2011 - 15:01 Uhr


