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Bereitsstellungszinsen

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Bereitsstellungszinsen

Guten Tag,
haben mit der Commerzbank (durch einen Finanzberater) eine Baufinanzierung abgeschlossen.

Es sind uns nun nach 61 Tagen Bereitstellungszinsen berechnet worden, die weder vom Berater angesprochen worden sind, und wurde auch nicht von der Bank darauf hingewiesen.

Da ich schriftlich vom Berater die Bestaetigung habe das nie darueber gesprochen worden ist und ich als "Unwissende" darauf angesprochen werden musste (deshalb habe ich mir auch ein Berater zugelegt), kann ich diese Kosten dem Berater weiterbelasten? Oder habe ich nun kein Recht auf irgendwas?

Berater und Bank arbeiten seit Jahren mit dem von mir beauftragten Bauherr und wissen dass das Haus nicht nach 61 Tagen bereitstehen wuerde und mussten mich doch fragen ob ich 61 Tage, 6 oder 12 Monate beruecksichtigen wollte.

Kann ich auf Mangelden Transparenz Beschwerde einlegen?
Danke fuer ein Feedback.
Anna Maria Prencipe

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von annamariap am 06.02.2012 12:42
Status: Frischling (6 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)


Noch unsicher oder nicht ganz Ihr Thema?
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>Bereitsstellungszinsen
Nehmen wir an, Sie beantragen eine Hypothek.
Die soll am 1. August ausgezahlt werden.
Sie rufen das Geld aber erst am 1. September ab.
Dann bezahlen Sie für den einen Monat "Bereitstellungszinsen"
Denn die Bank hat zwar das Geld noch, kann aber nicht darüber
verfügen da es für Sie reserviert ist.

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von xxsirodxx am 06.02.2012 13:12
Status: Unsterblich (2268 Beiträge)
Userwertung:  2,6  von 5 (von 37 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Hallo annamariap,

Man könnte auch noch schnell einen Kredit abschließen,
zu niedrigen Zinsen,weil man weiß das sich diese in ein
paar Monaten steigen.

lg
edy

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"Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch."


von edy am 06.02.2012 15:49
Status: Unsterblich (3044 Beiträge)
Userwertung:  3,2  von 5 (von 33 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Hallo Edy
naja, ich hatte auch gedacht den Kredit zu kuendigen aber dann muss ich mit Nichtabnahmekosten rechnen.

Ich bin ein bisschen verzweifelt. Ich wurde ja auch nicht gefragt ob ich den Kredit erst in 6 oder 12 Monate nutzen werde. Obwohl die Bank und der Berater wussen das der Hausbau erst naechsten Monat beginnt.
Gehoert das nicht zu einer Falschberatung und/oder Mangelnde Transparenz?
Heute Abend pruefe ich auch ob das Formular unterschrieben habe das nach Europaeischen Richtlinien die Bank dazu zwingt alle details nochmal mit dem Kreditnehmer zu besprechen.

Der Berater ist immer mit uns bei der Bank gesessen, und diese hat mir schriftlich bestaetigt das wir nie darueber geredet haben. Ist er nciht als Berater dafuer zustaendig?

Gruss

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von annamariap am 06.02.2012 16:06
Status: Frischling (6 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Hallo,

grundsätzlich sind Bereitstellungszinsen normal und nichts unübliches. Zu welchem Zeitpunkt diese jedoch verlang werden sollte bei einem guten und ausführlichen Gespräch mit erörtert werden und dann auch so mit in den Vertrag aufgenommen werden. Da diese bei Dir bereits abgebucht werden, gehe ich also davon aus, dass in den Vertrag vereinbart wurde, dass die Bereitstellungszinsen ab dem 61 Tag zu zahlen sind und dieses auch so von Dir unterschrieben wurde.

Bei einem Neubau sollten bei einer guten Beratung jedoch mindestens erst ab dem 7 Monat verlang werden!

Ich würde mich mit einer Beschwerde an die Bank wenden( eine Kopie der schriftl. Bestätigung beilegen, dass dieser Punkt im Gespräch nicht erwähnt wurde) und hoffen, dass die Bank die erst mal auf Kulanz regelt.
Falls dies nicht passiert, müsste man sich ggf. über weitere Schritte gedanken machen, wobei hier natürlich klar zu sagen ist, dass die Klausel weder unüblich o.ä. ist. Des weiteren haben Sie die Vertragsbedingungen mit der Unterschrift ja auch akzeptiert!

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von seb88 am 07.02.2012 09:18
Status: Senior (130 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Hallo,

jetzt weiss ich auch das es nicht unueblich ist. Aber ich habe mich ja auch an einem Berater gewandt der mich ueber alles informieren sollte, weil es eben unsere erster Kredit ist und wir wollten alles Kosten kennen und vorberechnen.

Klar, habe ich das unterzeichnet, nachdem alles besprochen worden ist, aber nicht die Bereitstellungszinsen. Haetten wir das besprochen, dann haette ich ja sofort gesagt das der 61. Tag unmoeglich waere. Ich wurde ja nicht gefragt ob ich evtl. mit etwas hoeheren Zinzen 6 oder 12 Monate Frist brauche.
Ich habe nun ein Beschwerdebrief aufgesetzt, in Kopie an den Ombudsmann der privaten Banken, und beschwere mich ueber mangelnde Transparenz und Falschberatung.
Ausserdem habe ich bemerkt dass das Europaeische Informationsblat nicht ausgehaendigt wurde, was mit den Kunden besprochen werden musste, und spaetestens zu dem Zeitpunkt waeren wir ja auch die Bereitstellungszinsen gestossen.
Gruss

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von annamariap am 07.02.2012 09:34
Status: Frischling (6 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Leider arbeiten heute viele Banken so wie von Ihnen beschrieben...Teilweise sitzen dort ja auch nicht mehr ausgebildete Bankkaufleute.

Haben Sie in der Zwischenzeit mal in Ihren Vertrag geschaut, ob dort Bereitstellungszinsen vereinbart wurden? Auf mündliche Aussagen bei so einem großen Projekt zu vertrauen ist leider schon fast fahrlässig, es geht schließlich um dein Geld!
Bei einer so großen Bank wie von Ihnen genannt, sollte es eigentlich ein Standartablauf sein, das Informationsblatt auszuhändigen( ist schließlich Pflicht!)

Der Vertrag wurde aber doch durch einen Mitarbeiter der Bank erklärt und dann auch von beiden Seiten unterschrieben,oder? Oder handelt es sich um einen Makler oder Finanzberater, der auf Provisionsbasis arbeitet.

Auch wenn es für Sie wahrscheinlich zu Spät ist, aber man sollte sich gerade bei einer Baufinanzierung ruhig mehrere Angebote einholen, gerade auch von z.b. Interhyp, Dr. Klein o.ä.

Der Unterschied ist teilweise enorm!


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von seb88 am 07.02.2012 12:28
Status: Senior (130 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Ja, klar ist er unterschrieben.
Die Sache ist, das der Bankangestellt uns nur ueber die Sollzinsen, Effektive zinsen, Darlehensbetrag, Provision fuer den Finanzberater, aber der Punkt Bereitstellungszinsen wurde nie angesprochen.
Sogar der Finanzberater war erstaunt darueber und hat das schriftlich festgehalten das diese ab dem 61 Tag berechnet werden.
Wir wurde ja ueberhaupt nicht gefragt ob wir 6 Monate Verlaegerung haben moechten. Wir waeren bereit gewesen sogar einen hoeheren Zinsatz in Kauf zu nehmen.

Wie kann es sein das wir zu 3 in 2 Treffen nie was davon gehoert haben? Wenn nicht wir, wie kann es sein das der Finanzberater auch total ueberrascht war?
Gruss

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von annamariap am 07.02.2012 12:46
Status: Frischling (6 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Bereitsstellungszinsen
Oben schriebst Du, dass der Berater Dir schriftlich gab, dass das Thema nicht angesprochen wurde, jetzt schreibst Du, dass er Dir schriftlich gab, dass ab dem 61 Tag berechnet wird...

Die Formulierung ist schon wichtig, dass eine ist eine Feststellung, dass andere ein Eingeständnis( wundert mich, dass er dieses erstellt hat, wird für den Berater ein Gespräch nach sich ziehen bei seinem Chef!)

Bei einer guten Beratung wird der ausgefertigte Darlehensvertrag in Ruhe besprochen und auf eventuell wichtige und anfallende Punkte hingewiesen. Bei einem Neubau ist dies m.M. nach ein wichtiger Part! Das Urteil über die Beratung kannst Du dir ja jetzt abschließend bilden und für die Zukunft die Konsequenz ziehen!

Es ist leider immer schwer zu beurteilen, da man bei dem Gespräch nicht dabei war. Bei sehr vielen Banken hat die Beratugsqualität stark nachgelassen, die Leute sind nicht gut geschult und müssen viel zu breit aufgestellt sein.

Falls Du noch mal eine Baufi benötigst, wende dich an Spezialisten, die sich nur damit beschäftigen. Ein normaler Bankberater ist meist nicht tief genug im Thema( da er einfach zu viel Bereiche abdeckt),gerade bei privaten Banken erlebt man mehr und mehr, dass man bestimmte Ansprechpartner( die sich nur mit der Materie befassen) nach dem Bedürfnis zugeteilt bekommt.
Nichts anderes machen die Baufinanzierungsvermittler, die ich schon genannt habe.

Ich wünsche viel Erfolg und drücke die Daumen, dass die Bank kulant ist. Kann mir jedoch schwer vorstellen, dass man Unterlagen nicht/unzureichend aushändigt, die gesetzlich vorgeschrieben sind(gerade im Kreditbereich), noch das ein Mitarbeiter dem Kunden gegenüber schriftlich eingesteht, dass er bei der Beratung was vergessen hat.

-- Editiert seb88 am 07.02.2012 18:48


von seb88 am 07.02.2012 18:46
Status: Senior (130 Beiträge)
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>Bereitsstellungszinsen
Hallo Seb88, ja es stimmt ich habe nicht deutlich geschrieben.

Also wir haben einen Baufinanzierungsberater beauftragt uns bei der Wahl der Finanzierung zu unterstützen. Er war letzendlich derjenige der uns bei der Commerzbank vorgestellt hat, das Angebot erfragt und uns bei beiden Treffen begleitet hat. Wir haben uns diesen Berater anvertraut weil wir eben in dieser Sache nichts falsch machen wollte und weil über alles informiert sein wollten.

Wie gesagt, es gab 2 Treffen, unsere Berater, der Bankangestellte der seit 20 Jahre nur Finanzierungen abschliesst und wir. Wir wurde auf alles aufmerksam gemacht, wir haben die Laufzeit entschieden und alles schien soweit geklaärt. Bis zum 31,01, als ich die Kosten auf meinem Konto abgebucht sehe. Ich rufe den Commerzbank Angestellten an und frage ihn was es fuer Kosten sind und er "das steht im Angebot, das haben sie unterschrieben". Sofort danach rufe ich unsere Berater an und frage ihn wie es dazu kommt das wir nie darüber geredet haben und er bestätigt am Telefon dass das nie darüber gesprochen worden. Ausserdem setzt er mich in Bcc. als er den Bankangestellten informiert das nie über diesen Zinsen gesprochen wurde und er bittet um eine 6-monatige Frist.(Und glaube mir, hätten wir das jemals besprochen hätte ich mich fuer die 12 jährige Frist entschieden.
)

Klar, wir haben unterschrieben, nachdem wir davon ausgingen das unser Berater und der Bankangestellte alle Punkte mit uns besprochen hätten. Deshalb hole ich mir ja einen Berater, weil ich selber mich nicht auskenne. Und dieser bespricht so was nicht mit mir?
Ich weiss, ich werde hier die Lösung nicht finden, aber ich werde mich trotzdem bei der Bank beschweren. Ich glaube es zwar nicht aber ein Verscuh ist es Wert (würde natürlich gerne unserem Berater die Kosten verrechnen, wegen Falschberatung)...
Ich hoffe ich habe mich nun etwas klarer ausgedrückt...anyway, Danke für die Glückwünsche!!
annamariap

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von annamariap am 07.02.2012 19:24
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