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Beratungschein

4.1.2004 Thema abonnieren
 Von 
DieMaus
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Beratungschein

Hallo Leute,

ich benötige dringend einen Beratungsschein für eine anwaltliche Beratung die ich aufgrund finanzieller Not nicht selber bezahlen kann.
Wo bekomme ich einen solchen Schein (Amtsgericht?) und wie finde ich einen vernünftigen Anwalt der auch auf so etwas abrechnet?
Gilt so ein Beratungsschein auch wenn mir jemand mit Anzeige wg. Betruges oder Unterschlagung per Anwalt droht?
Was muß ich genau machen um einen solchen Schein zu bekommen? (Einkommensnachweise o. Ä.?)

Vielen Dank für Eure Hilfe!

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Specht
Status:
Beginner
(148 Beiträge, 17x hilfreich)

Hallo Mäuschen,

den Beratumngshilfesxchein stellt das Amtsgericht aus. Du kannst entweder selber hingehen und diesen dort beantragen (Mietvertrag, Einkommensnachweis, evtl. andere notwendige lfd. Ausgaben [ich weis nicht mehr genau welche das waren - zu lange raus] mitbringen). Du musst genau den Beratungsgrund angeben. Mit diesem Schein kannst Du jeden Anwalt beauftragen und jeder müsste das Mandat eigentlich annehmen.

Gute Anwälte erfährt man/frau am besten von Bekannten oder Freunden. Eine Qualitätsliste gibt es leider nicht.

Du kannst natürlich auch erst zum Rechtsanwalt gehen und von diesem den Antrag auf Erteilung eines Beratungshilfescheines aufnehmen und an das Gericht schicken lassen. Dioesen Weg finde ich persönlich nicht so gut, da nicht immer ein Beratungshilfeschein erteilt wird.

mfg
specht

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#2
 Von 
guest123-12
Status:
Lehrling
(1016 Beiträge, 80x hilfreich)

Hallo,

dem ist eigentlich nur noch hinzuzufügen, daß der Schein wahrlich besser vorher beantragt wird (also vor dem ersten Besuch beim Anwalt).

Und Du mußt Dich darauf einrichten, daß der Anwalt Dir 10,00 EUR plus Märchensteuer in Rechnung stellt, das ist der sogenannte Eigenanteil.

Ob ein Beratungshilfeschein für den Vorwurf des Betruges und der Unterschlagung erteilt wird, wage ich allerdings zu bezweifeln, da diese Dinge nur mit Vorsatz begangen werden können und für Vorsatztaten jegliche Kostenübernahme oder -erstattung Dritter erlischt (bei Rechtsschutzversicherungen z.B.).

Aber hier kann ein kurzer Anruf bei dem für Dich zuständigen Amtsgericht Klarheit schaffen.



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"Mit freundlichen Grüßen
Runa
(Büroservice für Juristen und Ärzte)"

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