Behandlungsfehler - Schadenersatz/Schmerzengeld?
Hallo,
vor einer Woche wurde ich an Nasenscheidewand operiert und bekam jeden Tag Methylprednisolon/Urbason. Kurz nach Operation klagte ich beim Arzt über starken Sehschwäche (kann jetzt immer noch nicht weit gucken - alles so verschwommen), was der Arzt mir versichert hatte, dass dies mit die Verkrustung in der Nase zu tun hat, die nach der Operationen auftreten. Ich berichtete dem Arzt auch jeden Tag (morgens & Abends), dass ich immer noch nicht richtig sehen kann. Vorgestern bin ich aus Krankenhaus entlassen worden und ging dann auch gleich zur Weiterbehandlung zum Augen- und HNO-Arzt. Augenarzt hatte mich dann zum Hausarzt geschickt, um einen Bluttest machen zu lassen, die ich dementsprechend auch gemacht hatte. Hausarzt stellte fest, dass ich enormen Zuckerwerte habe, was mit dem Medikament "Methylprednisolon/Urbason" in Verbindung gebracht wird.
Es handelt sich darum, dass dieser die Zuckerwerte stark steigen lässt, was es zu Diabetes/Zuckerkrankheit führt. Laut Hausarzt wurde mir eröffnet, dass ich grossen Glück bekommen habe, dass ich rechtzeitig gemeldet hatte. Vom Augenarzt wurde bescheinigt, dass ich eine Brille brauche, was ich vor die Operation nie gebraucht hatte. Fakt: Ich konnte alles gut und sauber sehen.
Wenn ich das mal alles so zusammenwürfeln würde, muss ich feststellen, dass es eine Art Fehlkommunikation zwischen Patient & Arzt stattgefunden hat.
a) mir wurde nie unterrichtet, dass ich keinen Zucker zu sich nehmen darf.
b) Morgens, Mittag, Nachmittags & Abends erhalten Patienten "förderlich" zuckerhaltigen Mahlzeiten (Marmeladen, Joghurts, Kuchen etc.), wobei deren Abteilung ausschliesslich alle Patienten mit "Methylprednisolon/Urbason" behandelt werden.
c) wurden nie auf Blutzucker getestet, was man eigentlich jeden Tag vom Schwester machen sollte.
d) handelte die Ärzte aufgrund deren Fehlkommunikation fahrlässig
Also...bin ich quasi mit einer anderen Krankheit entlassen worden.
Nun bräuchte ich mal einen Rat, wie ich vorgehen darf, um diesen Belegschaft zur Verantwortung zu ziehen.
Auf welchen §§ könnten man vorgehen, kann die Kosten zur Weiterbehandlung und Erwerb einer Sehhilfe vom Klinik eingefordert werden - wie hoch wäre dann das Schmerzengeld, für das Leid, die ich mit mir herumtragen muss?
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von KlientA am 26.10.2011 10:33
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>Behandlungsfehler - Schadenersatz/Schmerzengeld?
Update: Mittlerweile habe ich vom Klinik Aufnahme-Blutbild (Laborwerte) erhalten, was beinhaltet, dass auf Zuckerwerte nie kontrolliert wurde.
Ist hier schon eine Art Behandlungsfehler sowie fahrlässigen Körperverletzung gegeben?Ausserdem habe ich nun vom Augenarzt einen Brillenverordnung
R: - 1.50 / - 1.00 170°
L: - 1.50 / - 1.75 180°
erhalten und trage jetzt eine Brille.
Dann ist vom Hausarzt nun amtlich bestätigt, dass ich Diabetes mellitus habe, was meinen Lebensabschnitt total verändert. Zusätzlich hat man den Verdacht erweckt, dass ich Anfangsstatium einer Leberzirrhose durch die Medikamente habe.
Die Aussage vom Vortipper "ErausBedburg" kann ich mich nicht zurecht legen, weil dies nichts mit meinem Fall zu tun hat, da dieser ja erst vor 2 Monate passiert ist und wie erhabt nichts mit Verjährung zu tun hat.
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-- Editiert KlientA am 30.11.2011 10:20
von KlientA am 30.11.2011 10:19
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>Behandlungsfehler - Schadenersatz/Schmerzengeld?
@ RA Carsten Meinecke... ...danke...hatte ich mich auch gewandt und dementsprechend auch sämtlichen Unterlagen eingereicht, die nun vom Gutachtern ausgewertet wird.
Nur für die Frage, dass ich Schadenersatzanspüche fordern kann, würde ich dennoch gern wissen, wie hoch die maximale Forderung wäre, da leider keine Tabelle zu finden ist, wie es bei 20 % Sehbehinderung (Festgestellt vom Augenarzt) & Diabetes den matriellen Wert fest zu legen ist.
Ich dachte wegen vorsätzlichen Körperverletzung & Behandlungsfehler käme um die Zehner mit drei Nullerstelle schon richtig rüber, da ich ja auch noch das Basketballspielen im Verein aufgeben musste, sowie alle paar Jahre neue Brille kaufen muss und zu Diabetes ständig Teststreifen erwerben muss, was ja schon einiges kostet. Und das zusammengewürfelt mit ständigen Medikamentenzunahme bei Diabetes. Anmerk: vor die Operation hatte ich im Jahr höchstens nur 2-3 Kopfschmerztabletten zu sich genommen, sonst habe ich meinen Körper nie chemisch verseucht.
Ist die von mir gestellen Summe in Ordnung oder ist das zuviel?
-- Editiert KlientA am 05.12.2011 09:37
von KlientA am 05.12.2011 09:33
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>Behandlungsfehler - Schadenersatz/Schmerzengeld?
Sie meinen, ob ich davor Diabetes hatte sowie Sehschwäche?
Ganz sicher nicht, sonst hätte ich davor schon mit Basketball aufgehört und bei Diabetes hätte vor der OP dann bei meiner Hausärztin aufgefallen. Blutbild vom vor Operation liegen mir vor, alles im Normalbereich.
Laut Wiki ist es offensichtlich, dass Kortison zum Diabetes führen kann und allein wegen Diabetes bekam ich ja diesen sg. Sehminderung in Höhe von 20 %.
Auf die Reaktion seitens Schlichtungsstelle warte ich doch auch. Ich möchte mich nur vorprogrammieren, in welcher Höhe der finanziellen Bemessung ich verhandeln soll.
Anmerk: Mit Krankheiten Anderer das Geld zu verdienen zeugt von unethisches Verhalten.
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-- Editiert KlientA am 07.12.2011 13:49
von KlientA am 07.12.2011 13:48
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