Bauvertrag prüfen lassen - wenn, dann richtig!

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"97 Prozent aller Bauverträge haben schwere Mängel" (quelle: www.welt.de) - wie Sie sich gegen böse Überraschungen schützen können

“Fast alle Bauverträge (97 Prozent), die private Bauherren hierzulande mit Generalunternehmen oder Bauträgern abschließen, haben gravierende Mängel. Und damit kann es für die Häuslebauer erheblich teurer werden als gedacht.” - so steht es in der bekannten Zeitung “Die Welt”.

Ich frage mich, ob dies der Wahrheit entspricht. Immobilienkaufverträge oder Bauträgerverträge werden in den seltensten Fällen vom Käufer gestellt. Es ist vielmehr der Verkäufer, der daran interessiert ist, das Objekt zu verkaufen und seinen eigenen Vertrag vorlegt. Und dann ist auch klar, zu wessen Vorteil der Vertrag ausfällt. Aus meiner Erfahrung kann ich daher sagen, dass es kaum einen Vertrag gibt, der nicht zumindest in einigen Punkten nachgebessert werden müsste.

Tamás Asthoff
seit 2012 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
33602 Bielefeld
Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Internationales Recht
Preis: 60 €
Antwortet: ∅ 2 Std. Stunden

Natürlich sind nicht alle Verträge mangelhaft, so meine Erfahrung. Grade von einem unabhängigen Notar erstellte Vertragswerke bedienen sich an Textbausteinen, die bedenkenlos angenommen werden können. Aber auch hier können gravierende Fehler dazu führen, dass Sie als Besteller ohne Rechte dastehen.

BGH hat Obergrenze für Vertragsstrafe eingeführt

Das beste Beispiel sind die Vertragsstrafen für Verspätungen. Jeder Bauherr hat ein Interesse daran, dass sein Vorhaben rechtzeitig fertig gestellt wird. Verspätet sich die Abnahme, muss eine Vertragsstrafe bezahlt werden – soweit so gut. Aber wie hoch darf diese sein? Der Bundesgerichtshof hat dies entschieden und eine Obergrenze für Vertragsstrafen eingeführt. Die Folge: Die Vertragsstrafenklausel in dem zu entscheidenden Fall war unwirksam und der Bauherr stand am Ende ohne Ansprüche da.

Auch wenn das Haus schon bewohnt ist, können Probleme auftreten. So hat der Verkäufer zwar bis zu einem bestimmten Termin auszuziehen – doch was passiert, wenn er das nicht macht? Oft wird vergessen, dass eine Räumungspflicht vor dem Notar wirksam vereinbart werden kann. Hat man es erst einmal vergessen, kann sich die Übergabe manchmal Monate, sogar Jahre hinziehen, da der Verkäufer erst heraus geklagt werden muss. Ein großes Ärgernis für jeden Käufer.

Sind Leistungen wie Erdaushub oder Hausanschlüsse im Preis eingerechnet?

Ein weiteres Problem ist die Haftung für Mängel. Verkäufer schließen jede Gewährleistung für das Haus oder das Grundstück aus - aber geht das wirklich? Kann der Verkäufer davonkommen, wenn er Mängel beim Verkauf verschweigt? Und sind Leistungen wie Erdaushub der Baustelle oder Hausanschlüsse im Preis eingerechnet, oder müssen diese zusätzlich bezahlt werden?

Diese und viele andere Punkte sind bei jedem Immobilienkaufvertrag, Bauträgervertrag oder Bauvertrag zu untersuchen. Wir empfehlen unseren Mandanten daher immer, Bauverträge von einem Fachmann checken zu lassen, bevor man sich in das Abenteuer Eigenheim stürzt. In den meisten Fällen bewahrt Sie das vor bösen Überraschungen.

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