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Bauern in Frankreich über Schuldzuweisung für Algenpest verärgert

AFP VOM 22.10.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1287 Aufrufe
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Algenpest

Behörde muss umstrittene Studie zurückziehen

Im Streit über die Ursachen der gefährlichen Algenpest in der französischen Bretagne hat ein Behördenbericht die Landwirte auf die Barrikaden gebracht. Bauernverbände protestierten heftig gegen die Feststellung der Verwaltung des Départements von Côtes d'Armor, sie seien wegen des intensiven Düngereinsatzes hauptverantwortlich für die Plage und wollten nichts dagegen unternehmen. Der Präfekt des Verwaltungsgebietes entschuldigte sich darauf am Donnerstag und zog die Studie zurück. Der Staat habe auch keinerlei Pläne, landwirtschaftliche Betriebe in der Region zu schließen, um der Algenprobleme Herr zu werden, versicherte er.

An die Strände der Bretagne werden inzwischen Jahr für Jahr tonnenweise Algen angeschwemmt, die dort verrotten. Durch die dabei einstehenden Faulgase war Ende Juli ein Pferd verendet. Auch sein Reiter brach bewusstlos zusammen, konnte aber gerettet werden. Die Justiz prüft zudem den Tod eines Arbeiters, der bei der Beseitigung von Algenhaufen geholfen hatte und möglicherweise an den giftigen Gasen starb.

Umweltschützer machen seit Jahren den übermäßigen Einsatz von Dünger und Jauche aus der intensiven Kühe- und Schweinezucht in der Region für die Algenpest verantwortlich. Die Bauern hätten das Problem aber inzwischen wirklich erkannt und wollten zu seiner Lösung beitragen, sagte der Präfekt der Côtes d'Armor Jean-Louis Fargeas. Der umstrittene Behördenbericht sei damit veraltet. Ziel der Behörden sei es, in den nächsten zehn Jahren deutliche Ergebnisse bei der Reduzierung der Algenpest zu erreichen.

22. Oktober 2009 - 16.15 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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