UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat mit Blick auf die bevorstehende Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs über einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar el Beschir eine "verantwortungsvolle" Reaktion des Sudans gefordert. Egal wie die Entscheidung ausfalle, es sei wichtig, dass Beschir die Sicherheit der UN-Blauhelme und den Schutz der Menschenrechte im Sudan aufrecht erhalte, sagte Ban am Dienstag bei einer Pressekonferenz in New York. Auch der Friedensschluss mit den früheren Rebellen im Süden des Sudans müsse weiter berücksichtigt werden.
Die Richter am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) können noch in diesem Monat über einen Haftbefehl gegen Beschir entscheiden und damit einer Forderung von Chefankläger Luis Moreno-Ocampo folgen. Dieser hatte den sudanesischen Präsidenten im Juli vergangenen Jahres wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Krisenregion Darfur beschuldigt. Bei dem Bürgerkrieg in der westsudanesischen Provinz kamen bislang nach UN-Angaben rund 300.000 Menschen ums Leben.
Vertreter der Vereinten Nationen fürchten um die Sicherheit der im Sudan stationierten UN-Mitarbeiter bei einem möglichen internationalen Haftbefehl gegen Beschir. Sowohl die UN-Mission im Süden des Landes (UNMIS) als auch die gemeinsame Truppe der UNO und der Afrikanischen Union (UNAMID) könnten dann in Gefahr sein.
10. Februar 2009 - 18.43 Uhr
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