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BaföG - kein Vermögen angegeben, da es mir nie gehörte!

6.1.2006 Thema abonnieren Zum Thema: BAföG Vermögen
 Von 
NochEinSünder
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
BaföG - kein Vermögen angegeben, da es mir nie gehörte!

Hallo!

Ich suche Rat - und nen guten Anwalt...! :o/

Habe ab 2001 für 3 Bewilligungszeiträume BaföG bezogen und damals kein Vermögen angegeben.
Zwar liefen zu der Zeit irgendwelche Anlagen im Gesamtwert von 3000-4500€ (ich weiss es nicht einmal mehr genau, s.u.) auf meinen Namen ABER: die Anlagen haben mir zu keinem Zeitpunkt "gehört", da meine Großmutter das Geld bereits Jahre vorher (ich müsste etwa 12-14 gewesen sein, heute 24) für mich auf meinen Namen angespart hatte und ich es von ihr aus nie auflösen durfte (sie kam beim letzten Mal vor 4 Jahren sogar mit zur Bank, um sicher zu gehen, dass ich das Geld auch ja wieder anlege!) - sie hatte mir das Geld nur in Aussicht gestellt, wenn ich meine Ausbildung erfolgreich beende usw. (nicht geschehen); sie behielt sich die Rückforderung immer vor (bis zum heutigen Tage übrigens!), das habe ich sogar schriftlich von ihr (Brief von 1997, da war ich 16)!
Rückzahlung ans BaföG-Amt läuft bereits, hatte aber gestern schon eine Vorladung zur KriPo, dort allerdings keine Aussage zu Protokoll gegeben und gesagt, ich wollte mich erst mit einem Anwalt besprechen.

Wie kann ich dem Staatsanwalt klar machen, dass das Geld zwar schon irgendwie für mich gedacht war, ich es aber nie definitiv zugesprochen bekommen habe, sondern es nur auf meinen Namen lief, falls meiner Großmutter (mittlerweile 82) "mal was passiert", wie sie immer sagte??
Wäre es evt. denkbar, dass meine Oma eine Sache wegen Steuerhinterziehung (hinsichtlich Freibeträge etc.) auf sich nimmt (das würde sie tatsächlich in Kauf nehmen wollen, bevor auf mich Größeres zukommt, weil ich, wie sie sagt, mein Leben noch vor mir habe)? Käme ich da evt. noch wegen "Beihilfe" in Schwierigkeiten (da ich bei meiner letzten Unterschrift 21 war; davor war ich bei allen Abschlüssen noch minderjährig und meine Ma hatte für mich unterschrieben)?
Oder wie komme ich anderweitig halbwegs glimpflich aus der Sache raus?

Die ganze Geschichte tut mir wirklich leid!! Ich dachte mir damals, als ich den BaföG-Antrag ausfüllte, "Das Geld gehört ja nicht mir, sondern der Oma - ich hab's ja damals nicht angelegt und auch nicht geschenkt bekommen, also auch nie besessen. Und selbst, wenn ich das von ihr aus dürfte, könnte ich diese 4-Jahres-Geschichte eh nicht vor Ablauf kündigen. Was mir demzufolge nicht gehört, brauch ich nicht angeben." (Auflösung ging übrigens auch bei einem Notfall vor 3 Jahren wirklich nicht: konnte das Guthaben nicht auflösen, nur verpfänden)
Da hab ich mich anscheinend geirrt - ich wusste es nicht besser!! Heute bin ich schlauer, aber nun ist das Kind leider schon in den Brunnen gefallen.
Oma hat im übrigen tatsächlich des öfteren kontrolliert, ob das Geld auch wirklich noch da ist (wenn Leute seit 40 Jahren gute und liquide Kunden bei bei einer Bank sind, scheint das Bankgeheimnis ausser Kraft - auch nach meiner Volljährigkeit bekam Oma noch immer auf Wunsch Informationen über die Konten auf meinen Namen... - dürfte doch eigentlich auch nicht sein, oder?!)!!!

Suche nun dringend einen guten Anwalt im Ruhrgebiet! (Schwerpunkte dürften sein: Strafrecht, Sozialrecht, evt. Bankrecht??)

Und mich würde natürlich brennend interessieren, mit was für einem Strafmaß ich rechnen muss, und was so auf mich zukommt...! Wie ist die weitere Vorgehensweise in so einer Sache?

Ich habe aus der Sache nun gelernt, dass ich bei sämtlichen Anträgen und Unterschriften besser dreimal nachfrage, als irgendwas nach Gutdünken hinzuschreiben - das tue ich nie wieder!!


Für Antworten und Ratschläge wäre ich sehr dankbar, da die ganze Geschichte nicht nur mich, sondern vor allem auch meine Familie und meinen Mann sehr belastet (und der kann nun wirklich gar nix dafür!).
Vielen Dank im Voraus!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 523 weitere Fragen zum Thema
BAföG Vermögen


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
alida
Status:
Student
(2571 Beiträge, 512x hilfreich)
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#2
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3293 Beiträge, 334x hilfreich)

Aber grundsätzlich kann man dazu schon anmerken, dass fahrlässige Falschangaben nur ordnungswidrig und nicht strafbar sind. Wenn man also das BAFöG-Amt und die Staatsanwaltschaft davon überzeugen kann, dass einen das Geld nicht gehörte (es wird davon ausgegangen, dass einem das Geld auf eignenen Konten gehört) oder das man wegen Rückforderungsvorbehalten davon ausgegangen ist, dass es nicht als Vermögen zählt, ist es mangels Vorsatz kein Betrug.

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#3
 Von 
alida
Status:
Student
(2571 Beiträge, 512x hilfreich)

Das ist Vermögen auf dem eigenen Namen, das wurde nicht angegeben, das führt zur Rückforderung und zur Strafanzeige.
Daniel, was meinst du, wieviele erzählen, das Geld gehört Omi, Papi, Onkel oder dem lieben Gott?
Ich habe selbst als Zuschauer eine derartige Verhandlunfg miterlebt, da wurde halt auf bedingten Vorsatz erkannt.

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