Auto verkauft. Jetzt nur Probleme...
Hallo,
ich habe letzten Freitag auf Ebay ein Fahrzeug verkauft. Verkauf ging von Privat an Privat. Als Vertrag habe ich den ADAC-Vertrag verwendet.
Ich habe alles reingeschrieben was ich über das Fahrzeug wusste und auch was ich vom Vorbesitzer mitbekommen habe. Eben nach Bestem Wissen und Gewissen erläutert.
Folgenden Text habe ich reingeschrieben:
Hallo Liebe Bieter!Fahrzeug ist voll fahrbereit!
KLR-Umrüstung zwecks Steuerersparnis wurde gemacht. D.h. weniger Steuern dank Euro 2! Grüne Plakette!
Fahrzeug hat neuen TÜV und neue AU ohne Probleme erhalten.
Ab 2500,- Euro gebe ich noch einen zweiten Satz Porsche Felgen dazu.
Telefonfelgen wie schon auf dem Fahrzeug montiert.
Reifen sind auch montiert, jedoch etwas älter.
Das Fahrzeug ist für sein Alter gut erhalten. Motor und Getriebe sind gut.
Fahrzeug hat erst neue Bremsbeläge an der VA bekommen und die Wasserpumpe wurde abgedichtet.
Vor 2 Wochen wurde das Fahrzeug komplett professionell poliert.
Laut Vorbesitzer wurde das Fahrzeug 2005 komplett lackiert.
Karosserie ist laut TÜV in einem sehr guten Zustand!
Folgende Mängel hab ich entdeckt:
-Armaturenbrett hat Risse
-Fahrzeug hat einen Hagelschaden
-Am elektrischen Sitz funktionert nur die Höhenverstellung
-Der Glasheckdeckel ist nach der Waschanlage nicht ganz dicht
-Bei feuchtem Wetter läuft er anfangs nicht ganz rund (laut Porsche ist es die Zündverteilerkappe)
-laut Vorbesitzer wurde mal der vordere linke Kotflügel 2008 neu lackiert, da jemand angedockt hat beim ausparken.
-ansonsten altersbedingte Gebrauchsspuren
Es sollte allen Bieter klar sein, dass das Fahrzeug schon 24 Jahre hinter sich hat.
Fahrzeug ist angemeldet und kann somit auch nach Absprache Probe gefahren werden.
Da es sich um einen Privatverkauf handelt gebe ich keine Garantie oder Gewährleistung!
Auch die Rücknahme ist ausgeschlossen!
Fahrzeug muss innerhalb von 7 Tagen abgeholt werden.
Bei Fragen bitte melden.
Besichtigung möglich und erwünscht!
Viel Spaß beim Bieten
Gekauft hat ein Herr aus Dortmund. 400km von mir enfernt.
Er wollte es auch gleich am nächsten holen, da es ein Geschenk sein sollte.
Bei der Fahrzeugübergabe habe ich nen Kumpel (Kfz-ler) mitgenommen falls der Herr technische Fragen zum Fahrzeug hat. Käuder kann mit dem Zug.
Er hat sich das Fahrzeug angeguckt und wir haben den Vertrag auf seinen Wunsch schnell unterzeichnet, da er mit dem Fahrzeug nach Hause fahren wollte. Da er keine Zeit habe die von mir angebotene Probefahrt zu machen, habe ich ihm vorgeschlagen ca. 30km hinter ihm zu fahren falls ihm etwas auffällt. Er hat ja gesagt und wir fuhren los. Nach der Strecke meinte er es sei alles Bestens und fuhr nach Hause.
Am nächsten Tag rief er mich an und meinte ich hätte ihn übers Ohr gehauen. Die Heckklappendämpfer seien nicht ok.
Am Tag darauf rief er nochmal an und hatte ein Problem mit der Lenkung.
Ich sagte ihm, das ich nichts darüber wusste und das ein Defekt beim TÜV aufgefallen wäre.
Er veranlasste eine Nachprüfung und es kam raus, dass die Spurstangenköpfe der Lenkung spiel hatten. Der TÜV hatte dies übersehen. Käufer meint ich hätte es gewusst und soll das Fahrzeug zurücknehmen.
Nun das größte Problem. Das Fahrzeug ist noch auf mich angemeldet. Ich hatte ein gutes Bild vom Käufer und nichts zu befürchten. Der Käufer hat zugesagt es gleich am Montag umzumelden. Steht auch im ADAC-Vertrag. Unverzüglich oder spätestens nach 1 Woche.
Jetzt weigert er sich das Fahrzeug umzumelden.
Nun meine Fragen:
Bin ich dafür verantwortlich?
Muss ich das Fahrzeug zurücknehmen?
Wie bringe ich den Käufer zur Vernunft? Ich hab ihn ja nicht betrogen.
Ich wurde am Montag zum Anwalt.
Bitte um Rat
Danke Georg
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von Giorgo1804 am 19.03.2010 22:08
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