>Ausziehen von zu Hause mit fast 17???
Hallo Flashy,
mit meinem Sohn (16 - ich bin alleinerziehend) habe ich auch sehr viel Stress. Er ist ein sehr schwieriges Kind (Psych.Störungen im Sozialverhalten, Klinikaufenthalte etc.). Ich bin aber seine Mutter und ich möchte, daß er bei mir lebt - weil ich ihn liebe und auch die Pflicht habe ihm eine gute Basis für seine Zukunft zu bieten. Dazu gehören nunmal auch Grenzen setzen. Obwohl er es verdammt gut hat und ich sehr wenig Grenzen setze.
Wir finden aber über Gespräche immer wieder zueinander. Von solchen Problemen (Kind-Eltern) kann ich ein Lied singen. Besonders eben durch die vielen Gespräche mit anderen Eltern und auch den Fachleuten und nicht zuletzt durch andere Jugendliche.
Reden scheint jedoch bei Dir aussichtslos? Hast Du es ernsthaft (und in Ruhe und vorallem ohne Vorwürfe) versucht mit Deiner Mam zu reden?
Du hast die Möglichkeit mit dem Jugendamt zu sprechen und in eine Wohngemeinschaft (mit Betreuung) zu ziehen. Eben Jugendliche in ähnlichen Situationen.
Ob Du dir wirklich eine eigene Wohnung (die ja auch nicht billig sind) nehmen darfst und Deine Mutter darf/muss/soll zahlen - möchte ich erstmal bezweifeln. Wenn Du zu Hause ein eigenes Zimmer hast und es herrschen "relativ normale Umstände", dann wirst Du sicherlich nicht das Recht haben.
Und wenn dann vermutlich nur in eine WG.
Gravierende Gründe wären z.B. Alkohol, Drogen, Kröperliche und psychische Gewalt, Missbrauch etc......
NICHT jedoch, wenn Dir deine Mutter z.B. den Internetzugang und/oder Handy verbietet (dass wird vermutlich Deine Mutter bezahlen, oder?)
Schulpflichtig (10 volle Jahre) bist Du übrigens bis 18 Jahre. Danach schließt sich die Berufsschulpflicht an.
Hey, ich weiß, ihr Kids habt es nicht einfach. Aber wir Eltern/Mütter/Väter auch nicht. Manchmal sind wir alle doof und machen euch nur ärger und die abgedroschenen Sprüche wie....."es ist zu Deinem Besten...." könnt ihr garnicht hören. Ich weiß, ich weiß.......ihr macht es uns aber auch nicht einfach *schmunzel
Ich würde Dir den Rat geben: Gehe mit deiner Mutter in ein Eiscafe (Öffentlichkeit - da kann nicht gebrüllt werden) und sagt euch gegenseitig, was ihr euch wünscht. Was sich ändern soll. (keine Vorwürfe - dass ist wichtig) Und schreibt es gemeinsam auf und jeder sagt dem anderen, was er an sich ändern kann.
So habe ich es mit meinem Sohn gemacht und meistens hat es (erstmal zumindest) was gebracht.
Desweiteren könnt ihr zu einer gemeinsamen Erziehungsberatung gehen. Dort findet ihr gleichberechtigt Hilfe und Unterstützung.
Ich wünsche Dir trotzallem noch einen schönen Weihnachtstag und halt die Ohren steif.........für alles gibt es eine Lösung.
VG
Lene
von Lene40 am 26.12.2005 18:06
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