Ausreiseverbot gegen frühere ägyptische Minister verhängt
AFP VOM 3.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1104 Aufrufe Mehr zum Thema:Ägypten
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Innenminister Adli
Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat ein Ausreiseverbot gegen mehrere ehemalige Minister und Beamte verhängt, darunter den Anfang der Woche abgelösten Innenminister Habib el Adli. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena am Donnerstag berichtete, sagte Staatsanwalt Abdel Meguid Mahmud, es werde gegen Adli sowie gegen den früheren Tourismusminister Soheir Garranah, den früheren Wohnungsminister Ahmed el Maghrabi und Ahmed Ess ermittelt, ein führendes Mitglied der Regierungspartei.
Diese dürften nicht ausreisen, zudem seien ihre Konten seien eingefroren. Die Maßnahmen würden gelten, bis die Sicherheit wiederhergestellt sei und die Behörden Ermittlungen hätten vornehmen können, wer für die vergangenen Ereignisse verantwortlich sei, sagte der Staatsanwalt. Ministerpräsident Ahmed Schafik bestätigte, dass gegen Adli Ermittlungen aufgenommen worden seien. Dieser war wegen seiner Rolle bei der Unterdrückung der Oppositionsproteste bei der Kabinettsumbildung am Montag von seinem Posten abgelöst worden.
Schafik beklagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, er verfüge nicht über genügend Polizisten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Nachdem die Armee die Polizei auf den Straßen abgelöst habe, seien viele Polizisten in ihre Dörfer zurückgekehrt und es gelinge nun nicht, sie zur Rückkehr zu bewegen. Zugleich sagte Schafik, den Demonstranten stehe es frei, auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos zu bleiben, doch werde dies ihnen "nichts Neues" bringen. Vielmehr würden die Proteste der Wirtschaft schaden.
03.02.2011 - 16:31 Uhr


